Sicher gebräunt

Was Sie zum Thema Sonnenschutz wissen sollten

Gesund
22.05.2013 11:37
Die Badesaison ist Anfang Mai gestartet und die ersten Sonnenhungrigen haben bereits das erste Mal den Weg ins Freibad gefunden. Doch ein lustiger Badetag kann auch Risiken für Ihre Haut bringen – und das eben nicht nur im heißen Süden, sondern auch in unseren Breiten. Wir geben Ihnen Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um den richtigen Sonnenschutz.

Ungeschützt in die Sonne – aber wie lange?
Natürlich dürfen Sie auch ohne Sonnenschutz in die Sonne. Wie lange, das hängt mit Ihrem Hauttyp zusammen. Typ 2 zum Beispiel, der den meisten Mitteleuropäern entspricht, darf rund zwanzig Minuten ohne Sonnencreme in die Sonne. Hellere und dunklere Typen jeweils kürzer bzw. länger. Im Zweifelsfall sollten Sie jedoch immer lieber früher aus der Sonne als zu spät.

Wie lange darf man sich mit Sonnenschutz sonnen?
Unendlich lange sollten Sie sich niemals in der Sonne aalen – egal, wie hoch der Lichtschutzfaktor auch sein mag. Die Faustregel lautet jedoch: Benutzen Sie Lichtschutzfaktor zehn, verzehnfacht sich die Zeit, die Sie in der Sonne bleiben können. Für Typ 2 bedeutet dies rund 200 Minuten. Dennoch sind dies nur theoretische Werte, die dann gelten, wenn Sie sich optimal eingecremt haben. In der Praxis können diese Werte durch Schwitzen, Abrieb oder Schwimmen abgeschwächt werden. Rund 75 Prozent der errechneten Zeit ist laut Experten daher ideal.

Beachten Sie auch, dass sich die Sonnenschutzzeit nicht verlängert, wenn Sie sich erneut eincremen. Sie fangen dann nicht bei null an, sondern müssen die Zeit, die Sie bereits in der Sonne waren, mitberechnen. Die Zeit verlängert sich nur, wenn Sie zwischenzeitlich eine Pause im Schatten einlegen.

Wie viel Sonnencreme garantiert optimalen Schutz?
Ein Richtwert lautet: Pro Eincremen von Kopf bis Fuß sollten Sie zwischen 30 und 35 ml benutzen. Eine 100-ml-Tube sollte also für etwa dreimal Auftragen ausreichen. Leichter zu messen ist die Menge der Sonnencreme vielleicht mit der Zwei-Finger-Regel: Strecken Sie dazu den Zeige- und Mittelfinger aus und tragen Sie auf beide Finger jeweils einen Streifen Creme auf. Verwenden Sie zwei Finger für den Kopf und Hals, zwei für Brust und Bauch, zwei für jeden Arm, zwei für die Oberschenkel, zwei für die Unterschenkel. 

Nicht nur das Wieviel, sondern auch das Wann ist beim optimalen Sonnenschutz von Bedeutung. Grundsätzlich sollten Sie immer eine halbe Stunde, bevor Sie in die Sonne gehen, die Creme auftragen. Die Wirkstoffe brauchen nämlich ihre Zeit, um ihre Wirkung vollständig zu entfalten.

Wie hoch sollte der LSF sein?
Die Höhe des LSF, also des Lichtschutzfaktors, hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen, wo Sie sich gerade befinden, also in den Bergen oder am Meer, aber auch, ob Sie dort Sport treiben oder doch faul in der Sonne liegen. Wem das zu kompliziert ist, der darf im Zweifelsfall gerne auf einen höheren LSF (ab LSF 30) zurückgreifen. So sind sie sicher, ausreichend geschützt zu sein, auch wenn Sie die Sonnencreme zu dünn oder zu sparsam auftragen. Braun werden Sie auch mit höherem LSF, es dauert nur ein bisschen länger.

Muss man sich auch im Schatten eincremen?
Ja, Sie müssen Sich auch eincremen, wenn Sie den ganzen Tag nur im Schatten liegen. Denn auch hier kommen noch 50 Prozent der UV-Strahlung an. Die Eigenschutzzeit der Haut verdoppelt sich zwar, ist aber dennoch begrenzt. Der Vorteil: Sie werden auch im Schatten braun.

Welche Körperstellen brauchen Extraschutz?
Nase, Ohren und Schultern trifft die Sonne direkt, sie freuen sich über Extraschutz. Die Kopfhaut schützen Sie am besten mit einer Kopfbedeckung. Die Augen brauchen ebenfalls Schutz, verzichten Sie daher niemals auf eine Sonnenbrille. Sind Sie zum ersten Mal in der Sonne, ist Ihre Haut aber überall sehr empfindlich, da sie noch keinen eigenen Lichtschutzfaktor aufgebaut hat. 

Sonnenschutz, auch wenn man nicht im Urlaub ist?
Im Sommer sollten Sie immer auf Sonnenschutz zurückgreifen, auch, wenn Sie gerade nicht am Strand liegen. Experten empfehlen, Gesicht und Hände ab Ostern täglich mit einem Lichtschutzfaktor zu schützen, bei T-Shirt-Wetter sollten alle Körperteile, die frei liegen, eingecremt werden.

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