Ein Gramm Salz reicht aus, um unseren täglichen Bedarf zu decken. Ernährungswissenschaftler warnen daher: Es wird viel zu viel gesalzen! Frauen genehmigen sich durchschnittlich an die acht Gramm Salz pro Tag, Männer neun Gramm. Häufig werden jedoch zwölf Gramm, nicht selten sogar 15 Gramm Salz am Tag konsumiert.
Ein zu hoher Salzkonsum bleibt selten ohne Folgen: Nieren und Knochen werden geschädigt und der Blutdruck wird in die Höhe getrieben. Das wiederum ist der größte Risikofaktor für Schlaganfälle und Herz- Kreislauf- Erkrankungen.
Salz reduzieren, aber wie? Speisen weniger zu salzen und den Salzstreuer nicht auf den Tisch zu stellen, sind gut gemeinte Ansätze. In Wahrheit aber streut man sich nur 20 Prozent des verzehrten Würzungsmittels selbst ins Essen. Die verbleibenden 80 Prozent stammen aus verarbeiteten Lebensmitteln.
"Salzsünder" Nummer eins sind Brot und Gebäck. Das meiste Salz steckt in Semmeln, gefolgt von Mischbroten. Je höher also der Brotkonsum, desto höher die Aufnahme von Salz. Auch durch Fleisch- und Wurstwaren, Käse oder Fertigprodukte nehmen wir vermehrt Salz auf. Kaum zu glauben, aber auch Süßigkeiten enthalten Salz, wenn auch nur in minimalen Mengen.
Durch sorgfältige Auswahl der Lebensmittel den Salzkonsum zu reduzieren, ist also sinnvoll. Von einer salzlosen Diät ist jedoch abzuraten, denn Salz ist im Grunde lebensnotwendig. Rund 200 Gramm beträgt der Salzgehalt im Körper. Erhält dieser auf Dauer zu wenig Salz, kann das zu Zell- und Organschädigung führen, den Wasserhaushalt durcheinanderbringen und Krebs mitverursachen.
Doch Salz wirkt nicht nur im Körper positiv, es kann noch viel mehr. Mundspülungen mit Salz reinigen, Gurgeln mit einer Salzlösung ist gut gegen Halsschmerzen. Peelings mit Salz sorgen für eine streichelzarte Haut und Therapien mit Salz helfen Allergikern, Asthmatikern und Neurodermitikern.