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Unser Körper weiß, was gut für uns ist

24.08.2009, 08:33
Unser Körper weiß, was gut für uns ist (Bild: Ioannis-Kounadeas Fotolia)
Foto: Ioannis-Kounadeas Fotolia
Besitzen wir eine Art Körperintelligenz für Nahrung und wissen ganz genau, was uns gut tut und was nicht? Laut dem Ernährungswissenschaftler und Autor Uwe Knop ist das so. In seinem Buch „Hunger & Lust – Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz“ fordert er dazu auf, alles zu vergessen, was man je über gesunde Ernährung zu wissen geglaubt hat, und nur dann zu essen, wenn man Hunger hat. Und dann nur das, worauf man echt Lust verspürt und was einem schmeckt.

Gemäß der strengen medizinisch- wissenschaftlichen Bewertungsmethoden dürfte es eigentlich kaum allgemeingültige Empfehlungen zur gesunden Ernährung geben, so die These Knops. Denn fast keine Ernährungsregel sei bewiesen. „Gestern verursachte rotes Fleisch Darmkrebs, heute haben Vegetarier ein erhöhtes Risiko für Darmtumoren und morgen wird den Fleischliebhabern wieder aufgrund der neuesten Studie ein schlechtes Gewissen eingeredet“, untermauert der Experte.

Daher sollten wir beim Essen ausschließlich auf unser Körpergefühl vertrauen, denn „jeder Mensch is(s)t anders“.

Körper weiß, welche Nahrung gut für uns

„Nur unser Körper weiß, welche Nahrung gut für uns ist, sicher nicht unser Verstand“, sagt Knop. Gesunde Ernährung lasse sich nicht verstandesgesteuert (er)leben. Die Kulinarische Körperintelligenz ist das individuelle Körperwissen, das über die instinktiven Gefühle Hunger und Lust unsere Ernährung bedarfsgerecht steuert.

Dieses intuitive Wissen wächst mit jeder Mahlzeit, die ein Mensch in seinem Leben zu sich nimmt. Damit diese Informationen zur optimalen Lebenserhaltung eingesetzt werden, stehen unsere beiden „Gehirnzwillinge“, das Kopf- und das Darmhirn, in ständigem Dialog – und belohnen uns mit Wohlgefühl, wenn wir nach den gefühlten Signalen des Körpers essen.

Kalorienbilanz + Gene = Körpergewicht 

Ob ein Mensch zu- oder abnimmt, hänge maßgeblich von einem Faktor ab: der Energiebilanz. Nehmen wir mehr Energie auf, als unser Körper verbrauchen kann, werden wir schwerer. Essen wir zu wenig, purzeln die Pfunde. In puncto Körpergewicht ist es egal, was, wann und wie oft wir speisen, so Knop.

Die Gene spielen laut Knop ebenfalls eine große Rolle für unser Körpergewicht. Er unterscheidet Speichergenetiker, deren Urprogramm und Ziel lautet: „Vorräte anlegen“ von Schlankgenetikern, die über Mechanismen verfügen, Kalorien „zu verschleudern“. Daneben gebe es eine natürliche Bandbreite an Variationen. Laut Knop sollte jeder Einzelne seinen Körper kennen und wissen, zu welcher „Kategorie Mensch“ er gehört. Damit sei es ganz einfach, die individuellen Vorgänge des eigenen Körpers beim Ab- und Zunehmen zu verstehen.

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