Willkommen | Registrieren | Hilfe | Login
krone.at/Videos kronehat.at krone.at/mobil cookingstars.at

So endet der Badetag nicht mit einer Entzündung

21.07.2010, 16:14
So endet der Badetag nicht mit einer Entzündung (Bild: © [2009] JupiterImages Corporation)
Foto: © [2009] JupiterImages Corporation
Ein paar Minuten zu lange im nassen Bikini, schmutzige Toiletten, ein frisches Lüftchen - und am nächsten Tag brennt es beim Wasserlassen. Für viele Mädchen und Frauen endet der Besuch im Freibad mit einer Blasenentzündung. Verantwortlich für diese Infektion sind Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase gelangen und dort eine Entzündung verursachen. Keime im Schwimmbecken spielen dabei allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Und: Eine Entzündung ist kein Schicksal, Vorbeugung ist möglich.

Eine Blasenentzündung passiert besonders leicht bei Nässe und Kälte. "Durch die feuchte Badebekleidung kann der Unterleib stark auskühlen und die Abwehrkräfte schwächen", erklärt DAK- Expertin und Frauenärztin Dr. Christiane Kutter- Deest. Die Bakterien hätten nun leichte Angriffsmöglichkeiten. Außerdem lieben Bakterien ein feucht- schwüles Klima und vermehren sich so rasend schnell.

Nach dem Schwimmen sollte man deshalb sofort die nassen Badesachen ausziehen, den Körper gut abtrocknen und in trockene Kleidung schlüpfen.

Frauen erkranken häufiger an Blasenentzündung

Frauen erkranken viel häufiger an einer Blasenentzündung als Männer - jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben. Das liegt an der unterschiedlichen Anatomie von Mann und Frau, denn die Harnröhre bei Frauen ist nur zwischen 2,5 und vier Zentimeter kurz und der Ausgang zur Harnröhre liegt im Scheideneingangsbereich, der immer von Bakterien besiedelt ist. So können beispielsweise auch beim Geschlechtsverkehr Bakterien vom Scheideneingang in die Blase gelangen. Typische Anzeichen für eine Blasenentzündung sind brennende Schmerzen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, obwohl die Blase leer ist, übel riechender Urin und Schmerzen im Blasenbereich.

Harnwegsinfekt kann böse Folgen haben

In den meisten Fällen ist eine Blasenentzündung ungefährlich. "Bei leichteren Entzündungen reicht es, viel zu trinken oder sich im Reformhaus einen harntreibenden Tee zu kaufen”, empfiehlt Kutter- Deest. "Sie spülen die Bakterien aus dem Körper und der Reizzustand legt sich meist nach ein, zwei Tagen von selbst wieder."

Sobald die Beschwerden aber stärker werden, über mehrere Tage andauern, sich Blut bzw. Eiter im Urin befindet und Fieber hinzukommt, sollten Betroffene schnellstens einen Gynäkologen oder Urologen aufsuchen. "Eine verschleppte Harnwegsinfektion kann dramatische Folgen haben und letztendlich sogar lebensbedrohlich werden", warnt die Frauenärztin. "Kritisch wird es nämlich, wenn die Entzündung auf die Nieren übergreift. Das kann zu einer schmerzhaften Nierenbeckenentzündung führen." Eine akute bakterielle Zystitis behandelt der Arzt mit Antibiotika. Je nach Beschwerden kann er zusätzlich krampflösende Schmerzmittel geben.

Blasenentzündung vorbeugen

Wer eine Blasenentzündung und das Risiko einer chronischen Entzündung vermeiden möchte, kann selbst viel tun. Hier die Tipps von DAK- Expertin und Frauenärztin Dr. Christiane Kutter- Deest:

  • Trinken, trinken, trinken lautet die Devise. Rund eineinhalb bis drei Liter Wasser täglich sind Pflicht. Das Durchspülen hindert die Bakterien daran, sich in der Harnröhre festzusetzen.
  • Unterkühlung vermeiden. Immer Sorge tragen, dass der Unterleib und die Nierenregion gut geschützt sind. Und auch die Füße sollten warm bleiben.
  • Zwischendurch einmal ein Glas Cranberry- Saft! Grund: Cranberry- Saft säuert den Urin an und hindert Bakterien daran, sich zu vermehren.
  • Blasenentleerungsstörungen und andere Krankheiten, die Blasenentzündungen begünstigen, behandeln lassen! Bei älteren Frauen kommt es infolge eines lokalen Östrogenmangels häufiger zu Blasenentzündungen. Hier können vorbeugend östrogenhaltige Zäpfchen und Cremes helfen. Sie versorgen die Scheide mit Östrogenen, wodurch die Schleimhaut besser durchblutet und widerstandsfähiger gegen Keime wird.
  • Auf sorgfältige Intim- Hygiene achten. Unterleib immer von der Scheide Richtung After reinigen. Scharfe Seifen, Intimsprays und Schaumbäder meiden. Sie beeinträchtigen das Scheidenmilieu und bereiten Bakterien so einen günstigen Nährboden.
Lesezeichen hinzufügen:
Schließen
Lesezeichen Drucken
0
Du hast einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreibe hier dein Storyposting! Du möchtest mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht dir jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings, bitten wir dich, unsere AGB und Netiquette einzuhalten!
Kommentar schreiben
500 Zeichen frei.
Werbung
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; 1190 Wien, Muthgasse 2
Krone Multimedia © 2011 Krone.at | Impressum