Selbstbräuner haben bis heute einen schlechten Ruf. Sie hinterlassen Flecken, riechen eigenwillig und geben der Haut einen künstlichen Ton. Dabei sind die Produkte heute lange nicht mehr mit den Selbstbräunern der 80er-Jahre zu vergleichen. In nur drei Schritten kommen Sie sicherlich streifenfrei zum perfekten Sommerteint.
Vorbereitung ist alles
Ohne die richtige Vorbereitung der Haut geht bei der Behandlung mit Selbstbräuner nichts. Denn je glatter ihr Teint ist, desto gleichmäßiger wird auch der Braunton. Peelen Sie Ihre Haut deshalb gründlich, damit alle Hautschüppchen abgehen. Knie, Fersen und Ellenbogen nicht vergessen! Rasieren ist sinnvoll, sollte aber am Abend zuvor erledigt werden.
Weniger ist mehr!
Beim Selbstbräuner sollten Sie keinesfalls zu dick auftragen. Eine kleine Portion genügt. Verreiben Sie diese sehr sorgfältig – am besten in kreisenden Bewegungen und so lange, bis wirklich der gesamte Selbstbräuner sorgfältig eingearbeitet ist. Vergessen Sie nicht auf Körperpartien wie die Unterseite der Arme oder die Rückseite der Beine.
Bei Problemstellen wie Ellenbogen oder Knien immer ganz wenig Selbstbräuner verwenden, sparen Sie im Gesicht die Augenbrauen und den Haaransatz aus, damit dort keine unschönen Ränder entstehen. Nehmen Sie sich außerdem genügend Zeit für die Behandlung mit Bräunungscremen, so entgehen Sie dem Streifenhörnchen-Look.
Und danach...
Nachdem der Selbstbräuner gut eingearbeitet ist, mit einer leichten Feuchtigkeitslotion den Körper eincremen. Diese "Nachbehandlung" erzielt ein besonders gleichmäßiges Ergebnis. Verzichten Sie nach dem Eincremen mit dem Selbstbräuner zudem ja nicht aufs Händewaschen, sonst drohen am nächsten Morgen karottengelbe Handinnenflächen. Um den schönen Sommerton der Haut zu bewahren, empfiehlt es sich, nach etwa vier Tagen den Selbstbräuner erneut zu verwenden.
Mythen auf der Spur
Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass bei der mehrfachen Verwendung der Selbstbräunungscremes Ihre Haut ausgetrocknet wird. Mittlerweile gibt es reichhaltige Produkte, die den Feuchtigkeitsverlust der Haut, den der Bräunungsstoff DHA (Dihydroxyaceton) hervorruft, mit Inhaltsstoffen wie Panthenol ausgleichen.
Ebenso brauchen Sie sich nicht zu fürchten, dass die Farbe aus der Tube beim Duschen verloren geht. DHA verbindet sich mit den Aminosäuren der oberen Hautschicht, somit ist die sommerliche Bräune nicht auf, sondern in der Haut gespeichert. Abwaschen lässt sich der Sommerteint daher nicht, sondern erst nach einigen Tagen mittels Peeling ein wenig abschwächen.
Streng riechen Selbstbräuner mittlerweile auch nicht mehr. Der muffige Geruch, den viele mit den Bräunungsprodukten verbinden, kommt vom DHA, das allerdings in modernen Cremes mit Erythrulose gemixt wird und daher nicht mehr so viel enthalten ist. Außerdem duften Selbstbräuner inzwischen nach Honig oder Vanille.
Sie finden, Selbstbräuner wirken unecht und sind meist zu stark? Machen Sie sich auf die Suche nach dem idealen Hautton für Sie. Außerdem können Sie den Effekt gut abschwächen, indem Sie die Creme vorerst nur ganz dünn auftragen, anstatt sofort die volle Bräuneladung auf die Haut zu packen. Im Gesicht reicht meistens überhaupt nur ein Hauch. Oder Sie mischen Ihren Selbstbräuner mit Ihrer Tagescreme. Ist Ihnen das Ergebnis dann doch zu blass, können Sie durchaus am nächsten Tag eine Schicht nachlegen.
Wenn Sie sich Ihrem perfekten Braunton schrittweise annähern, vermeiden Sie auch, dass die Kollegen Sie schief anschauen, wenn Sie von heute auf morgen enorm braun ins Büro kommen...
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