Kleine Tricks helfen

So behalten Sie bei trockenen Augen den Durchblick

Gesund
25.02.2013 12:35
Wer kennt das nicht: Nach Stunden vor dem Computerbildschirm im Büro werden der Blick allmählich starr und das Auge trocken, der Nacken verspannt sich, der Energielevel sinkt. Der Grund dafür ist eine Ermüdung des Ziliarmuskels, der für die Nah-Fern-Einstellung des Auges zuständig ist. Doch mit einigen kleinen Tricks können Sie etwas gegen müde Augen tun.

Mehr als 60 Minuten im selben Abstand auf einen Gegenstand oder eine Fläche zu fokussieren, tut nicht gut. Die Evolution hat unsere Augen schließlich für die Lebensweise eines Jägers und Sammlers angepasst. Müden Augen sollte man daher idealerweise alle 15 Minuten für 20 Sekunden eine Pause gönnen. Blinzeln und Gähnen zwischendurch befeuchtet und reinigt die Augen.

Augen-Yoga bringt Entspannung und neue Energie
Wer schnelle Entspannung sucht, baut Augen-Yoga in den Alltag ein. Eine Übung nennt sich "Palming": Augen schließen und einige Minuten lang mit den durch Aneinanderreiben erwärmten Handflächen bedecken. Die Wärme genießen und dabei langsam weiteratmen, schon fühlt sich unser Auge wohler. Diese alte Technik unterstützt die Entspannung der Sehnerven und verbessert das Sehen.

Danach die Augen wieder schließen, Dunkelheit sehen und die Augen genau im Zentrum öffnen. Beim Einatmen nach oben blicken, ohne den Kopf zu bewegen, beim Ausatmen hinunterschauen. Dabei mit den Augen eine gerade Linie ziehen. Zehnmal wiederholen. Augen schließen und in der Dunkelheit entspannen. Dasselbe mit horizontalen Linien wiederholen.

Nah- und Fernsicht lassen sich mit folgender Übung verbessern: Die Handflächen seitlich aneinander legen und mit angewinkelten Ellbogen vor das Gesicht halten. Die Handflächen fokussieren. Einatmen, Handflächen auseinander bewegen, den Horizont fokussieren. Ausatmen und die Hände wieder zusammen bringen etc. 

Mittels der "Uhr" wird die Muskulatur der Augen trainiert: Mit offenen Augen im Uhrzeigersinn blicken, erst auf 12, dann 3, 6, 9 Uhr. Anschließend entgegen des Uhrzeigersinnes erst auf 12, dann 9, 6, dann 3. Diese Übung drei bis sechs Mal wiederholen. Die Konzentration fördert man mit der Übung "Tratak", dem Starren auf eine Kerze: Aus circa ein bis fünf Metern Entfernung auf das Innere einer Kerzenflamme schauen, die Augen schließen und das Nachbild beobachten. Diese Übung kann man ein bis fünf Mal wiederholen.

Massage gegen Verspannungen auch im Augenbereich
Fühlt man sich angespannt und verkrampft, bringt eine kleine Massage Erleichterung. Augen schließen, mit Zeige- und Mittelfinger von den Augenbrauen ausgehend sanft auf den Knochen entlang der Augenhöhle klopfen. Mehrmals täglich wiederholen, jeweils etwa 30 Sekunden lang. Dadurch werden die Durchblutung gesteigert und die Muskulatur speziell beim Tragen von Brillen entspannt. 

Wer eine Sehhilfe benötigt, sollte darauf achten, dass Brille oder Kontaktlinsen optimal sitzen und regelmäßig durch Optiker oder Augenarzt überprüft werden. Erst wenn nichts belastet oder rutscht, kann man den Durchblick behalten.

Karotten und Nüsse als ideale "Augen-Snacks"
Vitamin A und Beta-Karotin wirken positiv auf die Produktion des Sehpigments Rhodopsin. Ideale "Augen-Snacks" für zwischendurch sind daher Karotten, Heidelbeeren oder Nüsse. Zudem brauchen unsere Augen viel Flüssigkeit, daher auf regelmäßiges Trinken achten – am besten Wasser oder ungesüßten Tee. 

Müde Augen werden mit Augen-Kompressen wieder munter, bei Entzündungen und Überanstrengung 15 Minuten lang in Augentrosttee getränkte Wattepads auflegen. Auch Gewürzfenchel, Kornblume, Wegerich, Rosen, Honig, Gurken, Kartoffeln, Schwarztee oder Milch können lindernd wirken. Last but not least sollten wir unsere Augen unbedingt mit ausreichend Schlaf verwöhnen. Denn dieser bringt immer noch die größte Entspannung.

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