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Raus in die Natur! So macht Wandern Körper und Seele fit

26.07.2010, 12:34
Raus in die Natur! So macht Wandern Körper und Seele fit (Bild: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images
Wer regelmäßig die Wanderschuhe schnürt und durch die freie Natur marschiert, tut seinem Körper einen Riesengefallen. Schritt für Schritt trägt eine Wanderung zu mehr Gesundheit und Lebensgefühl bei. Die Kilos purzeln, der Blutdruck sinkt und die Seele wird beglückt. Wir verraten dir sieben Gründe, warum Wandern dein Leben verbessern könnte.

Wandern macht schlank

Wandern ist ein ausgezeichnetes Ausdauertraining. Voraussetzungen braucht es fast keine. Gehen kann jeder gesunde Mensch, egal, ob alt oder jung, dick oder dünn. Die ganze Familie kann mitmachen. Der Körper wird durch das Gehen in unebenem Gelände automatisch in der richtigen Fettverbrennungs- Intensität trainiert. Im Gegensatz zum Laufen kommt es eher selten vor, dass bei zu hoher Intensität trainiert wird. Tipp: Einsteiger sollten unbedingt zuerst einmal kürzere Strecken gehen und sich von Mal zu Mal steigern. Beim Gehen sollte man nie so aus der Puste geraten, dass man sich nicht mehr unterhalten kann.

Wandern macht sexy

Wer regelmäßig auf einen Berg steigt oder durch Wald und Wiesen wandert, fördert auch seinen eigenen Sex- Appeal. Denn diese Form der Bewegung stärkt die Oberschenkel und macht den Po knackig. Wer mit Stöcken wandert, trainiert zusätzlich seine Arme straff. Auch die Rückenmuskulatur profitiert von Wanderungen, was einen Einfluss auf die Haltung hat.

Wandern stärkt der Herz- Kreislauf- System

Das Herz- Kreislauf- System wird beim Wandern angeregt, aber nicht überfordert. Zugleich werden Blutdruck und Blutzucker gesenkt. Durch die Bewegung an der frischen Luft wird das Immunsystem gestärkt. Wer einen längeren Aufenthalt im Gebirgsklima einplant, kann sogar Allergien bekämpfen. Die moderate Bewegung gilt aber auch als Anti- Aging- Geheimnis.

Wandern tut der Seele gut

Wandern ist eine Grundform menschlicher Bewegung: "Schon die großen Philosophen sind herumgegangen, um Dinge zu erkennen", sagt der Sportpsychologe Günter Amesberger von der Universität Salzburg. Es ist nicht nur eine "sinnvolle" körperliche Belastung, sondern hat auch der Seele einiges zu bieten. Es kann unter anderem das Augenmerk wieder auf "grundlegend Bedeutendes" im Leben rücken und auf niedergeschlagene, leicht depressive Menschen einen positiven Einfluss haben.

Kontrastpunkt zur Zeitbeschleunigung

Vom Psychologischen her gesehen ist Wandern auch ein "Kontrastpunkt zur Zeitbeschleunigung" heutzutage, ein "Ankommen in einer Geschwindigkeit, die man sonst im Alltag kaum mehr hat", meint der Experte. Das Rauschen eines Baches oder das Kreuzen einer Waldlichtung: "Wandern tut man in einer Geschwindigkeit, bei der man das alles auch wahrnehmen kann." Beim Laufen oder Joggen hingegen gerate man meist in eine Art "Bewegungstranche", bei der man die Umgebung kaum mehr wahrnehme.

Positive Gedanken werden angeregt

"Die Natur ist vielfältig, sie vermittelt trotzdem ganzheitliche Eindrücke, was zu einer vielfältigen Sinnes- und positiven Gedankenanregung führt", sagte der Psychologe. Wandern sei ein "Zur- Ruhe- Kommen", aber auch eine Gelegenheit zur Kommunikation: "Beim Wandern ist Zeit, über Dinge zu reden, für die sonst keine bleibt." Es habe "einen natürlichen, ausgleichenden Effekt, meditative und reflexive Aspekte".

Flucht aus der überfüllten Welt

Einige Menschen wählen den Weg in die Natur bewusst als Gegenort zur Stadt - manch einer, weil dies gerade "in" ist und Wandern als Trendsport gehandelt wird, andere hingegen einfach zur Erweiterung des persönlichen Raums, als eine Flucht vor überfüllten U- Bahnen oder dichten Wohngebieten, in denen laut Amesberger eine "ständig übergreifende Aura" herrscht.

Was Wandern für den Einzelnen ist, hängt von der Aufmerksamkeitslenkung ab, von der jeweiligen Person und ihren bisherigen Lebenserfahrungen: "Jemand, der gerne auf Blumenblüten achtet, wird etwas anderes sehen als jemand, der sich gerne Berge anschaut", sagt Amesberger. Auch wie jemand wandert, ist abhängig vom Einzelnen: Ob man den Berg schnell hinauf läuft oder lieber langsam geht, alleine oder zu mehreren wandert, entscheidet sich auch dadurch, was denn gerade zur Lebenssituation der jeweiligen Person passt.

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