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Pollenallergiker und das Kreuz mit Lebensmitteln

29.05.2009, 16:59
Pollenallergiker  und das Kreuz mit Lebensmitteln (Bild: © [2009] JupiterImages Corporation)
Foto: © [2009] JupiterImages Corporation
Als ob eine Pollenallergie allein nicht schon reichen würde, vertragen viele Betroffene auch verschiedene Obst- und Gemüsesorten schlecht. Dabei spricht man von einer so genannten Kreuzallergie.

So reagieren zum Beispiel bei  einem Gräserpollenallergiker die gleichen Antikörper auch mit Pollen verwandter Pflanzen wie Getreide. Befinden sich diese Allergieauslöser in Nahrungsmitteln, entsteht zusätzlich eine Nahrungsmittelallergie. Wenn jemand auf Birkenpollen reagiert, dann besteht meist auch eine Allergie gegen Äpfel, Birnen, Karotten, Hasel- und Walnüsse. Sie wird als „Frischobstallergie“ bezeichnet, weil das wichtigste Allergen hitzelabil ist. Die Betroffenen vertragen gekochtes Obst und Gemüse meist gut.

Allergiker, die während der Sommermonate vor allem auf Gräser und Kräuter allergisch sind, haben oft gleichzeitig eine Reaktion auf bestimmte Gewürze. Ist zum Beispiel Beifuß das auslösende Pollenallergen, ist auch Vorsicht bei Sellerie, Karotten, Paprika und Knoblauch aber auch bei Pfeffer, Anis, Curry oder Zimt geboten.

„Die Beschwerden treten oft direkt nach dem Essen auf und reichen von juckenden Hautausschlägen, Schwellungen der Zunge, Übelkeit, Schwindel bis zu Atemnot und können im schlimmsten Fall zu einem anaphylaktischen Schock führen“, betont Mag. Marlies Gruber vom „forum.ernährung heute“. „Ob eine echte Nahrungsmittelallergie vorliegt, lässt sich durch Haut- oder Bluttest bestimmten.

Karenzdiät machen

Ist das Allergen identifiziert, hilft meist nur ein konsequentes Weglassen der allergieauslösenden Lebensmittel (Karenzdiät).“ Bei unverarbeiteten Lebensmitteln und wenn man selbst kocht, ist die Diät relativ einfach durchzuführen. Schwieriger wird es beim Essen im Restaurant.

Gerade Sellerie, das häufigste Allergen bei Erwachsenen, ist beim Außer- Haus- Konsum fast in allen Suppen und Saucen enthalten. „Essen von Obst und Gemüse, das gerade keine Saison hat, erhöht das allergene Potential der Lebensmittel, weil die Luft mit Pollen gesättigt ist und es so zu einer Doppelbelastung für das Immunsystem kommt“, erklärt Mag. Gruber.

Regionale und saisonale Obst- und Gemüsesorten werden daher besser vertragen, weil zur Erntezeit die entsprechenden Pollen nicht mehr in der Luft sind. Auch Geschältes und erhitztes Obst und Getreide können meist beschwerdefrei gegessen werden.

Karin Rohrer, Kronen Zeitung

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