An Händen und Füßen

Pflegetipps für schöne und gesunde Nägel

Gesund
13.03.2013 13:16
Sauber gepflegte Nägel sind ein Muss, will man nicht negativ auffallen. Doch wie bringt man Finger- und Zehennägel gesund in Form? Wir haben die wichtigsten Tipps zur perfekten Nagelpflege zusammengetragen.

Ein gesunder Nagel wächst das ganze Leben lang. Das durchschnittliche Wachstum liegt bei knapp drei Millimeter im Monat, es kann aber von Durchblutung, Ernährung und Belastung sowie der Jahreszeit beeinflusst werden. So wächst der Nagel im Sommer um fast 20 Prozent schneller. Während einer Schwangerschaft nimmt das Nagelwachstum zwischen dem vierten und achten Monat um drei Prozent zu, ab dem neunten Monat bis zur Entbindung steigt das Nagelwachstum noch einmal um zwanzig Prozent, zwei bis drei Wochen nach der Entbindung normalisiert sich die Wachstumsrate. 

Auch mit zunehmendem Alter wachsen unsere Nägel langsamer. Längsrillen in den Fingernägeln sind übrigens eine normale Alterserscheinung, die ab 35 auftreten kann und nicht zwangsläufig auf eine Erkrankung hindeutet. Eine weit verbreitete, aber falsche Annahme ist auch, dass weiße Flecken auf den Nägeln auf einen Magnesium- oder Eisenmangel hindeuten könnten. Hier handelt es sich lediglich um eine fehlerhafte Verschmelzung der Nagelplatten – jenen Schichten, aus denen unser Nagel besteht. Durch den veränderten Lichteinfall sind dann die weißen Flecken zu sehen.

Wahl des richtigen "Werkzeugs" entscheidend
Bei der Nagelpflege ist die Wahl des "Werkzeugs" entscheidend. Obwohl sie nach wie vor weit verbreitet ist, ist die Nagelschere alles andere als ein passendes Hilfsmittel, um die Nägel zu stutzen. Denn wer mit der Schere schneidet, riskiert brüchige und ausgefranste Nägel. Besser geeignet sind Nagelzwicker oder eine spezielle Nagelzange. Auch bei den Feilen kann man danebengreifen. Wer zu brüchigen Nägeln neigt, sollte am besten eine Sandblatt-Feile verwenden, da diese schonenderes Feilen ermöglicht. Die Sandblatt-Feile hält zwar nur für einige wenige Anwendungen, die Nägel werden es Ihnen aber danken. 

Glasfeilen gelten als besonders schonend, da mikrofeine Poren in das Glas geätzt werden, die sich nicht abnutzen. Durch diese besondere Beschichtung der Feile wird der Nagel nicht beschädigt, sondern versiegelt. Mit Glasfeilen können Sie auch die Oberfläche des Nagels behandeln, da nicht zu viel Nagelmaterial abgetragen wird. Ein weiterer Vorteil einer Glasfeile ist, dass man sie nach jedem Gebrauch gut desinfizieren und reinigen kann. 

Metallfeilen zum Kürzen der Nägel
Metallfeilen eignen sich sehr gut zum Kürzen der Nägel, da sie meist eine sehr stark aufgeraute Seite besitzen. Mit der feineren Seite lassen sich überstehende Kanten leicht wegfeilen. Mit Metallfeilen kann es allerdings leicht passieren, dass Sie Ihre Nägel beschädigen – besonders, wenn Sie hin und her feilen. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie immer nur in eine Richtung feilen und den Nagel auf diese Weise versiegeln. Feilen mit geriffelter Metallfläche möglichst nicht verwenden, da sie nicht aggressiv genug sind und der Nagel deshalb zu energisch bearbeitet wird und dann splittern kann. Diamantfeilen sind besonders widerstandsfähig und eignen sich daher ebenfalls sehr gut zum Kürzen der Nägel. Für Feinarbeiten sollten Sie jedoch lieber auf eine Glasfeile zurückgreifen.

Ebenfalls besonders beliebt sind Keramikfeilen. Diese versiegeln den Nagel wie eine Glasfeile, sind aber meist etwas dicker. Der Vorteil dieser Feilen ist, dass die Nagelkanten besonders weich und glatt sind. Zum Kürzen der Nägel eignen sie sich zwar kaum, dafür geben sie ein besonders schönes Finish. Breite Nägel wirken übrigens schmaler, wenn sie zu einem Oval gefeilt werden.

Auch Nagelbett und Nagelhaut pflegen
Auch Nagelbett und Nagelhaut brauchen Pflege. Regelmäßig Nagelöl oder Nagelcreme mit kreisenden Bewegungen rings um das Nagelbett einmassieren. Das macht die Haut weicher und elastischer. Die Nagelhaut nur vorsichtig mit einem watteumwickelten Holzstäbchen oder etwas Ähnlichem nach hinten schieben. Die Haut sollte nicht geschnitten werden, da es bei unsachgemäßer Behandlung zu Verletzungen und Entzündungen kommen kann. Außerdem schützt die Nagelhaut den Nagel und das Nagelbett vor Schmutz und Bakterien.

Wer sich die Nägel lackieren will, sollte davor kein ausgedehntes Bad nehmen, da sonst die Nägel aufquellen und der Lack abblättern kann, wenn sich der Nagel beim Trocknen wieder zusammenzieht. Vor dem Lackieren sollte man die Nägel entfetten, damit der Lack besser hält. Am besten geeignet sind Nagellackentferner oder Alkohol. Beim Nagellackentferner immer zu acetonfreien Produkten greifen. Diese enthalten weniger Schadstoffe.

Vor dem Farblack immer Unterlack auftragen
Vor dem Farblack auf jeden Fall Unterlack auftragen. Er gleicht kleine Unebenheiten der Nagelplatte aus, der Lack hält besser und die unschöne gelbliche Verfärbung durch dunkle Decklacke wird verhindert. Beim Auftragen des Farblacks immer mit dem Daumen beginnen, da er durch die große Fläche die längste Trockenzeit hat. Übrigens sollte man die Nägel zum Trocknen nicht anhauchen, die angehauchte Feuchtigkeit hält den Lack nur weich. Wer es eilig hat, kann auf spezielle Trockensprays, die im Handel erhältlich sind, zurückgreifen. 

Auch wenn die Hersteller versprechen, dass der Lack in 60 Sekunden trocknet, sollte man sich ernsthaft überlegen, ob man zu diesen Produkten greift. Sie halten nämlich meist nicht länger als ein bis zwei Tage, bevor der Lack brüchig wird. Selbst moderne Lacke brauchen mindestens 10 Minuten, um komplett durchzuhärten. Also lieber mehr Zeit beim Lackieren einplanen und sich länger an schönen Nägeln erfreuen. Es ist übrigens ein Ammenmärchen, dass der Nagel durch den Lack nicht atmen kann. Das leblose Horn, aus welchem unsere Nägel bestehen, atmet sowieso nicht.

Nagelhärter nur vorne auftragen
Wer mit weichen Nägeln zu kämpfen hat, sollte den Nagelhärter übrigens immer nur auf den vorderen Teil des Nagels auftragen, damit der hintere Teil elastisch bleibt. Beim Lackieren wirken breite Nägel schmaler, wenn links und rechts ein kleiner Streifen freigelassen wird, auch dunkler Lack hilft hier beim Kaschieren. Kleinere Nägel wirken hingegen durch helleren Lack runder und länger.

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