Schnupfen einheizen

Gib deinem Immunsystem jetzt kalt-warm

Gesund
01.02.2013 16:53
Warum niedrige Temperaturen einen grippalen Infekt begünstigen und wie man Schnupfen und Co. rasch wieder loswird.

Was hat Kälte mit Erkältung zu tun? Gedeihen Keime bei wärmeren Temperaturen nicht besser? Das stimmt. Allerdings ist der Körper in der kalten Jahreszeit empfänglicher für Krankheitserreger, weil dann das Immunsystem stärker gefordert ist. Wenn zusätzlich die innere Balance durch Stress, Schlafmangel oder ungesunde Ernährung gestört ist, haben die Keime leichtes Spiel.

Vorbeugen gegen Virenangriff
An grippalen Infekten sind rund 200 verschiedene Viren beteiligt. Deshalb kann gegen Erkältungen keine Impfung entwickelt werden. Es gilt also, durch Stärkung des Immunsystems Schnupfen und Co. rechtzeitig vorzubeugen bzw. die lästigen Symptome rasch zu bekämpfen. Vorbeugende Maßnahmen sind ausreichend Schlaf, Bewegung und gesunde Ernährung. Zum Beispiel dienen Vitamin C, B, Zink, Selen und bestimmte Polyphenole der Versorgung deiner Abwehr.

Da zuerst die Nasen- bzw. Rachenschleimhaut von den ungebetene Gästen besiedelt werden, treten auch dort die ersten Symptome auf: Halskratzen, Schnupfen, Anschwellen der Nasenschleimhaut. Durch vermehrte Sekretbildung wehrt der Körper nämlich das Eindringen weiterer Keime ab. Wer bei diesen Anzeichen nicht gleich gegensteuert, läuft Gefahr, dass sich die Erkältung ausbreitet. 

Was tun bei Schnupfen und verstopfter Nase?
Handelt es sich um einen viralen Schnupfen mit "glasigem" Nasensekret, so können abschwellende Nasentropfen oder –sprays dessen Abfluss fördern und die Atemnot beseitigen. Ein grün-gelblich verfärbtes Nasensekret deutet auf eine bakterielle Infektion hin. In diesem Fall zum Arzt! 

Was tun bei Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis)?
Schnupfen und Sinusitis gehen sehr oft fließend ineinander über (Rhinosinusitis). Hier können pflanzliche Mittel das verdickte Sekret verflüssigen und so wieder zu einem freien Durchatmen verhelfen. Die wichtigsten "Sekretlöser" unter den Pflanzen sind Schlüsselblume und Enzianwurzel. Bei der nicht eitrigen Rhinosinusitis kann man damit deutliche Symptomverbesserungen erzielen. Eine schwere Sinusitis gehört vom Arzt behandelt.

Was tun bei Halsweh?
Das Kratzen im Hals als erster Vorbote einer Erkältung wird oft unterschätzt. Sofort Maßnahmen ergreifen, sonst riskiert man eine schmerzhafte Entzündung und Schluckprobleme! Zunächst ist wichtig, die angegriffene Rachenschleimhaut nicht noch durch trockene Raumluft, Kälte, Rauch oder Alkohol zu reizen. Die Infektion des Rachenraums kann man mit entzündungshemmenden Lutschpastillen oder Gurgellösungen lindern. So besitzt der Wirkstoff Benzydamin ausgeprägte entzündungshemmende, schmerzstillende und lokalanästhetische Eigenschaften.

Was tun bei Husten?
Breiten sich die Viren auf die Bronchien aus, ist unangenehmer Husten die Folge. Anfangs tritt meist ein trockener Reizhusten auf, der sich als erste Abwehrreaktion auf das Eindringen der Viren in die Bronchien entwickelt. Erst nach einigen Tagen geht er in produktiven Husten über. Während trockener Reizhusten keine Reinigungsfunktion hat, dient produktiver Husten dem Abtransport des Schleims.
Je nach Stadium können pflanzliche Hustenstiller (bei Reizhusten) oder Hustenlöser (bei produktivem Husten) Erleichterung bringen. So lösen die ätherischen Öle in Thymian den Schleim und fördern das Abhusten. Eibisch kann trockenen Husten lindern.

Weitere Tipps: Raumluft besonders im Schlafzimmer anfeuchten. Viel warmen Tee trinken. Reizstoffe meiden. Den Kopf in der Nacht höher lagern.

"Nebenerscheinung" Fieberblasen
Als wäre eine Erkältung nicht schon unangenehm genug, wird sie vielfach auch noch von schmerzhaften und unschönen Fieberblasen begleitet. Meist infiziert man sich in der Kindheit mit dem Herpes-simplex-Virus, das dann ein Leben lang im Körper schlummert. Ist das Immunsystem durch einen grippalen Infekt geschwächt, so wird das Virus aktiv, wandert an die Hautoberfläche und macht sich in Form von schmerzhaften, juckenden Fieberblasen bemerkbar.

Kündigen sich die Bläschen durch Spannungsgefühl und Juckreiz an, sollte sofort eingeschritten werden. In den ersten vier Stunden nach dem Auftreten dieser Symptome ist die Chance groß, das Entstehen der Fieberblase noch zu bremsen. So kann beispielsweise Extrakt aus Melisse das Eindringen der Herpes-Viren in die Hautzellen verhindern und ihre Ausbreitung hemmen. 

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