"Olf" kommt vom lateinischen Olfactus und bedeutet
so viel wie Geruchssinn. Tatsächlich gemeint ist damit die
Geruchsstärke, die ein Mensch mit normal funktionierenden
Drüsen von sich gibt - vorausgesetzt er wechselt täglich
seine Unterwäsche und duscht sich regelmäßig.
Der Mensch stinkt
So hat z.B. eine sitzende Person den Olf 0, ein spielendes
Kind 2, ein starker Raucher 25 und ein Athlet nach dem Sport sogar
30. Ein alter Wollteppich kommt hingegen nur auf den Olf-Wert
0,2. Das bedeutet, man benötigt bereits fünf derarttige
Teppiche im selben Raum, um die Ausdünstungen eines dort
arbeitenden Menschen zu überlagern. Interessant ist dabei,
dass nicht alle Personen den selben Geruch auf die gleiche Weise
wahrnehmen. Was dem einen die Nase verdirbt, empfindet der andere
möglicher Weise nicht einmal als störend.
Weniger Leistung wegen Gestank
Kannst du deine Mitarbeiter im wahrsten Sinne des
Wortes nicht riechen, sind langfristig Probleme zu erwarten: Laut
Studie der Uni Jena können Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen,
Augenbrennen, Reizungen der Schleimhaut, Ausschläge oder
Übelkeit auftreten. Wem es an seinem Arbeitsplatz stinkt,
muss also mit verminderter Leistungsfähigkeit und Gesundheit
rechnen. Frauen sind davon stärker betroffen als Männer,
da sie über den besseren Geruchssinn verfügen.
Darüber hinaus sind auch Betriebsklima, technische
Ausstattung des Arbeitsplatzes, Verantwortung und Arbeitsteilung
für den Stinkfaktor im Büro verantwortlich. Neben den
menschlichen Ausdünstungen schweben laut Untersuchung in
der Büroluft noch weitere 8.000 Duftstoffe, die die Raumluftqualität
beeinflussen...