Wacker Innsbruck - Austria Wien 0:3
Die Austria ist dank eines Arbeitssieges in Innsbruck weiter auf dem Weg zum 24. Meistertitel der Klubgeschichte. Im Auswärtsspiel bei Nachzügler FC Wacker sicherten erst späte Tore von Philipp Hosiner (83., 93.) und Nacer Barazite (90.) einen 3:0-Erfolg. Die Wiener bleiben damit auswärts in dieser Saison weiter unbesiegt. Wacker stand trotz einer starken Leistung am Ende mit leeren Händen da. Nach drei Niederlagen und 0:9-Toren war die Kirchler-Elf sichtlich erpicht, gegen die Wiener erstmals in dieser Saison anzuschreiben. Die Tiroler starteten überfallsartig, bereits in den ersten Minuten war Austria-Goalie Heinz Lindner bei Cornern und Torschüssen gefordert.
Die Austria fing sich erst nach einer Viertelstunde - und ließ bei einer Aktion in der 19. Minute gleich dreimal die Möglichkeit auf die Führung aus. Tomas Jun traf zunächst aus der Drehung die Latte und nach Gorgon-Vorarbeit einen Wacker-Verteidiger auf der Linie. Den abspringenden Ball setzte Hosiner aus wenigen Metern neben das Gehäuse. Ansonsten war von den 43 Zählern Unterschied in der Tabelle wenig zu sehen. Die Austria agierte zwar spielbestimmend, in den entscheidenden Aktionen in der Offensive waren die Gäste aber zu ungenau. Wacker wirkte bei den Gegenstößen auch ohne den gesperrten Roman Wallner, der von Marcel Schreter vertreten wurde, stets für ein Tor gut.
Die Austria startete dann aber deutlich engagierter in die zweiten 45 Minuten und rannte gegen die Tiroler Abwehr an. Einzige Ausbeute war vorerst aber nur ein missglückter Torschuss Florian Maders aus aussichtsreicher Position (58.). Eine verflachende Partie versuchte Peter Stöger mit der Hereinnahme von Roman Kienast anzuheizen, im Finish brachte er mit Barazite eine weitere Offensivkraft. Ein Schachzug, der sich schließlich lohnen sollte. Denn in der 83. Minute brach Hosiner mit seinem 30. Saisontor die Torsperre der Gäste am Tivoli. Nach Pass von James Holland schaufelte der Teamspieler zwar unter den Ball, dieser fand über Wacker-Keeper Szabolcs Safar aber trotzdem den Weg ins Tor. Barazite erhöhte zum 2:0, ehe Hosiner noch einen Treffer nachlegte.
Rapid Wien - WAC 0:0
Rapid ist in der Liga nach wie vor voll auf Kurs zu Platz drei. Die Hütteldorfer trennten sich im Hanappi-Stadion vom WAC zwar nur mit 0:0, haben damit aber weiter fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenvierten aus Kärnten. Nach zwölf Minuten waren die Planungen von Rapid-Trainer Zoran Barisic bereits über den Haufen geworfen: Deni Alar verletzte sich ohne Fremdeinwirkung und musste mit Verdacht auf Achillessehneneinriss ins Spital gebracht werden. Dessen Ersatzmann Terrence Boyd fand gleich zwei Chancen vor (18., 23.), war allerdings im Abschluss nicht kaltschnäuzig genug. Louis Schaub testete dann WAC-Goalie Dobnik mit einem Versuch aus spitzem Winkel (25.).
Die beste Chance fand allerdings Marcel Sabitzer vor, und das gleich in doppelter Ausführung: Der Schuss des Stürmers landete an der Stange, auch der leicht abgefälschte Nachschuss sprang vom Aluminiumgehäuse zurück ins Feld (26.). Kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, ließen die Rapidler wieder die nötige Effizienz vermissen. In der 69. Minute hatten die Rapidler auch noch Pech, dass eine umstrittene Attacke von Michele Polverino an Christopher Trimmel im Strafraum von Schiedsrichter Markus Hameter nicht geahndet wurde (69.). In der Folge war es einmal mehr Dobnik, der den Punkt der Gäste mit einer Glanzparade bei einem Sabitzer-Schuss festhielt (72.).
Ried - Mattersburg 1:1
Ried kam drei Tage nach dem Cup-Halbfinal-Ausscheiden im Liga-Heimspiel gegen Mattersburg nicht über ein 1:1 hinaus. Die Treffer erzielten Adnan Mravac (36./ET) bzw. Alois Höller (21.). Ried hatte bereits in Minute fünf eine Topchance auf die Führung, als Thomas Reifeltshammer nach einer Meilinger-Freistoßflanke mit einem Kopfball aus kurzer Distanz an Mattersburg-Schlussmann Thomas Borenitsch scheiterte. Der Nachschuss von Nacho landete neben dem Tor. Auch danach waren die Gastgeber die tonangebende Mannschaft, doch die Burgenländer nützten gleich ihre erste Möglichkeit zur Führung: Nach einer hohen Mravac-Flanke kam "Jubilar" Höller in seinem 100. Bundesligamatch glücklich zum Ball und erzielte im Fallen das 0:1.
Danach verteidigte sich Mattersburg geschickt - bis zur 36. Minute: Nach Doppelpass mit Marco Meilinger probierte es Clemens Walch mit einem scharfen Stanglpass die Corner-Linie entlang, den Mravac unglücklich ins eigene Tor lenkte. Und nur fünf Minuten nach dem Ausgleich setzte es für Mattersburg den nächsten Rückschlag, denn Verteidiger Alexander Pöllhuber sah nach einem Foul an Gartler knapp außerhalb der Strafraumgrenze die Rote Karte (41.). In Unterzahl zogen sich die Burgenländer zurück und hatten mit dieser "Igeltaktik" Erfolg, da Ried kein Mittel fand, den dichten Abwehrriegel der Gäste zu knacken. Damit holte Mattersburg zum dritten Mal in Serie nach dem 0:0 in Neustadt und dem 2:2 bei Sturm einen Auswärtspunkt.
Admira Wacker - Sturm Graz 3:0
Admira Wacker feierte einen klaren 3:0-Heimsieg über Sturm Graz und verbesserte sich damit vom letzten auf den siebenten Platz. Die Admira war von Beginn an trotz vieler personeller Ausfälle die aktivere Elf in einer von vielen Fehlern geprägten Partie. Sie hatte durch Ouedraogo auch die erste Topchance, doch der Stürmer schoss aus acht Metern übers Tor (18.). Thorsten Schick machte es eine Viertelstunde später besser und erzielte mit einem satten Volleyschuss von der Strafraumgrenze das 1:0. Nur sechs Minuten später war dann Patrik Jezek nach einer Windbichler-Flanke, die der ins Sturm-Tor zurückgekehrte Christian Gratzei mit den Fingerspitzen unglücklich verlängerte, ebenfalls mit einem Volleyschuss erfolgreich.
In dieser Tonart ging es auch nach der Pause weiter, aber Gratzei verhinderte nach einem Corner, der bei Ouedraogo landete, mit einem tollen Reflex vorerst den dritten Gegentreffer (50.). Wenig später scheiterten Ouedraogo aus spitzem Winkel am Außennetz (56.) und Jezek mit einem Heberversuch (57.), ehe Schwab sich im Stile eines Slalom-Artisten gleich gegen fünf Sturm-Spieler durchsetzte und zum 3:0 einschob.
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