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Schiedsrichter-Boss findet Elfer für Rapid nun doch okay

16.03.2010, 13:03
Schiedsrichter-Boss findet Elfer für Rapid nun doch okay (Bild: APA/KRUGFOTO/KRUG DANIEL SEN.)
Foto: APA/KRUGFOTO/KRUG DANIEL SEN.
Österreichs Schiedsrichter- Boss Johann Hantschk ist nach genauem Video- Studium der umstrittenen Elfmetersituation im Wiener Derby zur Auffassung gelangt, dass die Entscheidung richtig war. Unmittelbar nach dem 2:0- Derbysieg von Rapid im Hanappi- Stadion am Sonntag gegen die Austria hatte er noch gemeint, dass der Elfmeterpfiff nicht zwingend nötig gewesen wäre.

Schiedsrichter Gerhard Grobelnik entschied in der 67. Minute auf Elfmeter, nachdem ihm sein Assistent Alain Hoxha ein Foulvergehen von Austrias Jacek Bak im Strafraum an Mario Konrad angezeigt hatte. "Bei der nicht regelkonformen Attacke des Austrianers Bak gegen den Rapid- Spieler Konrad versetzte der Austria- Spieler seinem Gegner einen absichtlichen Stoß mit dem Oberarm- /Schulterbereich gegen dessen unteren Gesichts- /Halsbereich. Die Voraussetzung für ein Foulvergehen im Sinne der Regel 12 lag somit eindeutig vor", hieß es in einer ÖFB- Aussendung am Dienstag.

Auch die Gelbe Karte gegen den Polen sei gerechtfertigt gewesen. "Es war die richtige Disziplinarmaßnahme, da der Ellbogen nicht als 'Waffe' eingesetzt wurde, die körperliche Sicherheit des Gegenspielers nicht gefährdet war und daher die Unsportlichkeit tatkonform sanktioniert wurde", erklärte der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses.

Kritik am Schiri- Gespann

Leichte Kritik an dem Schiedsrichtergespann ließ Hantschk aber auch durchklingen. "Es wurde eine richtige Entscheidung getroffen, welche in der Zusammenarbeit und optischen Umsetzung besser 'verkauft' hätte werden müssen." Das Vergehen des Austrianers hätte mit einer entsprechenden Gestik für die Zuschauer im Stadion, aber vor allem auch vor den TV- Geräten, gezeigt werden sollen.

Zur Kritik von Austria- Coach Karl Daxbacher, dass die Schiedsrichter selbst in solchen strittigen Situationen die Letztentscheidung treffen sollten und nicht die Assistenten, meinte Hantschk: "In der Vergangenheit wurden die Schiedsrichter- Assistenten mehrfach durch Zirkulare von FIFA und UEFA, aber auch der Schiedsrichter- Verantwortlichen des ÖFB, aufgefordert, von ihnen eindeutig wahrgenommene Situationen dem Schiedsrichter zu melden. Alain Hoxha hat nun das oben beschriebene Vergehen eindeutig wahrgenommen und in Sekundenbruchteilen beurteilt, dieses dem Schiedsrichter aufgrund seiner eindeutigen Wahrnehmung und guten Position mitzuteilen."

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