Prandelli: "Werden die Schwächen Spaniens finden!"

30.06.2012, 12:25
Prandelli: "Werden die Schwächen Spaniens finden!" (Bild: EPA)
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Italiens Coach Cesare Prandelli blickt dem EM- Finale am Sonntagabend in Kiew gegen Titelverteidiger Spanien mit großer Zuversicht entgegen. "Wir werden die Schwachstellen der Spanier finden, auch wenn diese nur schwer ausfindig zu machen sind, denn sie sind schließlich der amtierende Welt- und Europameister und erneut im Finale", erklärte der 54- Jährige.

Die Spanier seien deshalb in vielerlei Hinsicht ein Vorbild. "Aber auch wir sind bei dieser EM gewachsen", betonte Prandelli, der den einen Tag weniger Pause bis zum Endspiel nicht als Nachteil sieht. "Ich hoffe, es gelingt uns trotzdem, dass wir für dieses Match bestmöglich vorbereitet sein werden." Angesprochen auf die Stärke des Gegners lautete seine Antwort: "Nicht nur in puncto Technik hat diese Mannschaft ihre Qualitäten, sondern auch was Moral und Charakter betrifft."

Glückwunsche empfing die "Squadra Azzurra" nach dem 2:1- Halbfinalerfolg über Deutschland auch von Italiens Staatschef Giorgio Napolitano. Er sei sehr stolz auf die Mannschaft und hätte diese quasi adoptiert, sagte Prandelli. Im Namen der Mannschaft beglückwünschte der Trainer wiederum das Staatsoberhaupt zu dessen 87. Geburtstag.

Prandelli lässt seine persönliche Zukunft offen

Zu seiner Situation als Teamchef meinte Prandelli, die beiden vergangenen Monate seien schwierig und die Unbeschwertheit sei nicht mehr dagewesen. Dies solle aber keine Aussage über seine Zukunft sein, bekräftigte der ehemalige Mittelfeldspieler von Atalanta Bergamo und Juventus Turin. Darüber werde er erst nach dem EM- Finale entscheiden.

Del Bosque: Es gibt keinen Favoriten

Prandellis Pendant auf spanischer Seite, Vicente Del Bosque, sprach vor dem Finale von einer 50:50- Chance: "Wir können nicht von einem Favoriten sprechen."

Spaniens Nationaltrainer gab auch zum wiederholten Mal ein Bekenntnis zu ehrlichem Fußball ab. "Wir werden es nie bereuen, dass wir gegen Kroatien nicht unentschieden gespielt haben, um Italien auszuschalten. Das wäre für diesen Sport nicht gut gewesen", sagte der 61- Jährige.

AG/red
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