Lindner hütet gegen die Ivorer das ÖFB- Tor

14.11.2012, 09:26
Lindner hütet gegen die Ivorer das ÖFB-Tor (Bild: APA/Robert Jäger)
Foto: APA/Robert Jäger
Das österreichische Nationalteam tritt am Mittwoch im Testspiel gegen die Elfenbeinküste in Linz mit Austria- Schlussmann Heinz Lindner im Tor an. Der 22- jährige Linzer erhalte den Vorzug gegenüber Deutschland- Legionär Robert Almer, der zuletzt zur Nummer eins im ÖFB- Tor avanciert war, wie Teamchef Marcel Koller am Dienstag verriet.

"Das hat nichts damit zu tun, dass Robert in Düsseldorf nicht spielt. Er hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und bei der Austria zuletzt gute Leistungen gezeigt. Er ist noch sehr jung für einen Torhüter, da fehlt im vielleicht das eine oder andere Mal die Erfahrung. Die bekommt er aber nur durch Spiele", betonte Koller, der auch anderen Kaderspielern die Möglichkeit geben will, sich "gegen ein Weltklasseteam" zu präsentieren.

Gegenüber dem WM- Qualifikationsspiel gegen Kasachstan (4:0) hat der Schweizer mehrere Umstellungen geplant. "Mehr als sieben oder acht werden es aber nicht sein. Wir haben 23 Spieler im Kader, da gibt es kein B- Team. Jeder, der hier ist, hat das Vertrauen", erklärte Koller. Infrage kommen von Beginn an etwa Innenverteidiger Aleksandar Dragovic, der zweikampfstarke Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger oder Flügelspieler Jakob Jantscher. Dazu will Koller alle sechs Wechselmöglichkeiten ausschöpfen.

Teamgeist wieder in Ordnung

Der Konkurrenzkampf ist knapp ein Jahr nach dem Debüt von Koller als ÖFB- Teamchef größer geworden. Im Gegensatz zum WM- Quali- Gegner Deutschland etwa hat es für den Test zum Jahreskehraus auch keine Absagen gegeben. "Das zeigt, dass der Teamgeist gelebt wird", meinte Koller. "Das sind nicht nur Lippenbekenntnisse."

Der Zusammenhalt sei deutlich größer als noch vor einem Jahr, ergänzte Kapitän Christian Fuchs, der sich mit neuem Kurzhaarschnitt präsentierte. "Die Spieler kommen sehr gerne zum Nationalteam. Ohne nachtreten zu wollen, aber in der Vergangenheit war das vielleicht nicht immer der Fall", sagte der Schalke- Legionär in Richtung Didi Constantini. Mittlerweile ist aber auch die Qualität des Kaders größer. "Jeder ist sich bewusst, dass er an sich arbeiten muss", erklärte Fuchs.

Ivorer haben mehr zu bieten als nur Drogba

Mit den Ivorern bekommen die 13.800 Zuschauer im sanierten Linzer Stadion ein Team zu sehen, das weit mehr zu bieten hat als nur Stürmerstar Didier Drogba. "Wir müssen uns bewusst sein, dass wir auf die Nummer 15 der Welt treffen", erinnerte Koller. "Die Spieler sollen mutig sein und mit Selbstvertrauen zu Werk gehen. Locker vom Hocker, die spielen wir aus, das wird aber nicht funktionieren."

Ein Sieg gegen die Elfenbeinküste wäre der fünfte des ÖFB- Teams im achten und letzten Länderspiel des Jahres 2012. "Wir wollen das Jahr positiv abschließen", erklärte Fuchs.

AG/red
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