Das rund 83.000 Zuschauer fassende Olympiastadion von Kiew war an diesem Abend nicht ausverkauft - trotz rund 15.000 schwedischer Fans, die ihr bereits als ausgeschieden feststehendes Team würdig aus diesem Turnier verabschieden wollten. Bereits früh sorgten auch die traditionell in Blau- Gelb spielenden Skandinavier am Platz für Schreckmomente bei den Franzosen: Der im Strafraum völlig freistehende Ola Toivonen köpfte aus Abseitsposition am Tor vorbei (3.), ein Kopfball von Larsson wiederum war zu zentral (4.), um Gefahr zu entwickeln.
Franck Ribery testete kurz darauf erstmals Andreas Isaksson aus spitzem Winkel (8.) und markierte so die erste Möglichkeit der Franzosen. Ein Schuss von Toivonen, der nach einem Sololauf Tormann Hugo Lloris bereits überspielt hatte, landete im Gegenzug an der Außenstange (10.). "Les Bleus" wirkten zu Beginn äußerst schwerfällig, bisweilen abwesend, und taten sich gegen engagiert auftretende Schweden sehr schwer. Zwar beruhigte sich das Spiel nach knapp 20 Minuten etwas, einen Drang nach vorne konnte man aber auch danach meist nur beim Drei- Kronen- Team orten, für Ribery & Co. setzte es deshalb schon bald Pfiffe von den Rängen.
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Bezeichnend für die Situation der Franzosen war ein Weitschussversuch von Karim Benzema aus gut 35 Minuten in der 42. Minute, der nicht einmal in die Nähe des gegnerischen Tors kam. Als schon alles mit dem Pausenpfiff rechnete, sorgte Ribery mit einer schönen Einzelaktion doch noch für Gefahr bei Isaksson (45.) - sein abgefälschter Schuss landete allerdings im Aus, die Ecke brachte nichts ein.
Der uninspirierte Auftritt des Teams in Weiß setzte sich auch in Hälfte zwei ungeändert fort, diesmal wurde er allerdings auch bestraft: Ibrahimovic versenkte mit einem traumhaften Seitfallzieher zum 1:0 aus 16 Metern (54.). Der eingewechselte Christian Wilhelmsson (56.) und Olof Mellberg (57.) sorgten auch in den folgenden Minuten dafür, dass der beste Franzose am Platz, Torhüter Lloris, alles andere als einen ruhigen Abend verbringen konnte.
Diesen gönnten sich hingegen seine Vorderleute, die Angriffe höchstens im Schneckentempo vortrugen - und dadurch auch immer wieder in der Abwehr hängenblieben. Zu Torchancen kamen die Franzosen am ehesten noch - bezeichnenderweise - durch ruhende Bälle. Etwas Wind in die Offensivbemühungen kam lediglich durch die Einwechslung von Olivier Giroud, der nach wenigen Sekunden bereits die Riesenchance zum Ausgleich vergab (83.). Hingegen sorgte Larsson in der Nachspielzeit noch dafür, dass die Franzosen für die schwache Leistung mit zwei Toren abgestraft wurden (91.).