Die Innsbrucker, die gegen das Schlusslicht drei Spitzen aufboten, gingen früh in Führung. Mossoro tankte sich in den Strafraum und wurde ungeschickt von Dornbirn- Torhüter Breuss attackiert. Der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Marcel Schreter ließ sich diese Chance nicht entgehen und schoss zum 1:0 (3.) ein.
Auch den zweiten Strafstoß verwandelte Torschützenliste- Leader Schreter (13 Treffer) mit einem Schuss ins Kreuzeck, nachdem zuvor Fleisch Perstaller an der Strafraumgrenze gefoult hatte (25.). Die Innsbrucker beschränkten sich in der Folge darauf, die Partie zu kontrollieren, Chancen gab es nur durch einige Weitschüsse. Das Tabellenschlusslicht aus Vorarlberg kam hingegen vor der Pause nie ernsthaft vor das Tiroler Tor.
Nach Wiederbeginn waren die Hausherren bedeutend aktiver und aggressiver, was sich auch in Torchancen niederschlug. In der 52. Minute setzte Hirschbühel einen Knaller knapp neben den Pfosten. Mujic verstolperte den Ball, als Grünwald eine Unsicherheit zeigte (63.). Effektiver war da schon der Tabellenführer. Nachdem die Dornbirner den Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht hatten, netzte Hinterseer sieben Minuten nach seiner Einwechslung ein (69.). Damit waren auch die Dornbirner Ambitionen gebrochen und Innsbruck konnte die wichtigen drei Punkte einfahren.
Die Admira verlängerte im Niederösterreich- Deby gegen St. Pölten seine eindrucksvolle Serie auf elf Liga- Spiele ohne Niederlage, doch der Siegtreffer im Schlager der 21. Runde wollte am Freitagabend nicht glücken.
So hatte Günter Friesenbichler nach Idealpass von Janocko eine Riesenchance (34.) ausgelassen, nach der Pause vergab der erst 18- jährige Innenverteidiger Windbichler im Duell mit St. Pölten- Schlussmann Vollnhofer (78.). Gute Schüsse vom diesmal überzeugenden Ernst Dospel (60., 65.) fanden ebenfalls nicht ihr Ziel. Den Matchball für die überlegenen Hausherren ließ Rene Schicker nach Janocko- Flanke aus (88.).
Die Gäste aus der Landeshauptstadt waren vor der Pause einmal nach einem Eckball (16.) mit anschließendem Kopfball von Speiser (16.) sowie durch Schüsse von Wojtanovicz (45.) und Thürauer (47.), die jeweils in Mandl ihren Meister fanden, gefährlich. Damit ist St. Pölten nun schon seit fünf Auswärtsspielen sieglos, der Punkt in der Südstadt wurde trotzdem wie ein Sieg gefeiert.
Die Vorarlberger kamen bei der Vienna über ein 0:0 nicht hinaus und vergaben somit die Chance, Admira von der Tabellenspitze zu stoßen. Große Torchancen blieben den 1.600 Zuschauern auf der Hohen Warte in beiden Hälften verwehrt. Trotz eines flotten Schlagabtausches und sichtbaren Offensiv- Willens auf beiden Seiten bildeten die Schussversuche der Vienna- Akteure Martinez (3.) und Bozkurt (22.) sowie Altachs Tomi (31.) die offensiven Höhepunkte vor der Pause.
Nach dem Seitenwechsel verlangsamte sich die Partie leicht, beide Teams hatten die Entscheidung allerdings am Fuß. In der 49. Minute scheiterte Suppan an Vienna- Goalie Reiter, auf der Gegenseite vergab Schoppitsch nach Krajic- Zuspiel aus sieben Metern kläglich (70.). Altach- Coach Hütter reagierte in der 73. Minute mit einem Doppeltausch im Sturm, auch Ademi und Bammer konnten am lauen Offensivlüfterl aber nichts ändern.
Das Match begann rasant und endete auch so: Schon in der dritten Minute erwischte Tesevic nach einem herrlichen Freistoß die Hausherren kalt. Doch nur zwei Minuten später glich Baldauf nach ungewöhnlichem Treffer aus. Nach einem Gestocher misslang Baldauf ein Schuss, der zur "Kerze" wurde, doch er selbst verwertete die daraus entstandene Kopfballmöglichkeit zum 1:1. Nach einem Corner in der 31. Minute zog dann Adilovic aus rund 20 Metern ab und traf ins linke Kreuzeck zum 2:1. Ab diesem Zeitpunkt waren die Lustenauer bis zur Pause tonangebend.
Nach Seitenwechsel hatten die Gäste ihre größte Chance, als Cichon nach einem von Goalie Dobnik abgewehrten Schuss ins Tor traf. Doch Schiedsrichter Prammer ließ den Treffer wegen eines vorangegangenen Fouls von Cichon nicht gelten. Die vermeintliche Entscheidung schaffte der nur wenige Sekunden zuvor eingewechselte Batir in der 68. Minute, der einen Freistoß aus großer Entfernung per Aufsitzer ins Gehäuse der Steirer beförderte. Doch Eibinger sorgte mit seinen Treffern in der 83. und 90. Minute (per Kopf) noch für den nicht mehr erwarteten Ausgleich.
In einer ausgeglichenen ersten Hälfte blieben die Chancen dort und da Mangelware, die größte vergab Omladic per Kopf (24.). Unmittelbar nach Wiederanpfiff nahm Dragan Dimic aus rund 20 Metern Maß an und traf ins Kreuzeck zur 1:0- Führung für die Wiener (47.). Danach übernahmen aber die Hartberger das Kommando. Gamperl (56.) und Schober (60.) gaben die ersten Warnschüsse ab, die allerdings kein Problem für Torhüter Petermann waren. In der 64. vergab Bürger nach Foul von Petermann an Strobl sogar einen Elfmeter, den er an die Latte setzte. Drei Nachschuss- Versuche blieben ebenfalls erfolglos.
In der 67. Minute gelang Bürger aber doch der verdiente Ausgleich. Der Torjäger verwertete eine Hopfer- Hereingabe zum 1:1. Hartberg blieb am Drücker, doch die Austria Amateure nützten im Konter eine der ganz wenigen Chancen durch Freitag nach Vorarbeit von Djokic zur neuerlichen Führung (78.). Doch in der Nachspielzeit schlug Bürger noch einmal zu (91.) und rettete den Steirern mit seinem elften Saisontor doch noch einen Punkt.
Die Vorarlberger verloren völlig verdient mit vier Toren Unterschied. Zwar spielte Lustenau zeitweise gefällig, es konnte aber keinen Druck auf das Tor der Gastgeber aufbauen. Meilinger sorgte in der 10. Minute für den kuriosen Führungstreffer. Sein abgefälschter Schuss schwebte über den bereits am Boden liegenden Lustenau- Goalie Mario Krassnitzer ins Tor. In der 35. Minute segelte ein Meilinger- Freistoß aus mehr als 30 Metern zum 2:0 ins Netz.
Nach einer guten Stunde sorgte Meilinger (62.) aus einem Konter mit seinem dritten Treffer für die endgültige Entscheidung. Die Schlussphase war nur mehr Formsache, Marin Matos nutzte in der Nachspielzeit einen katastrophalen Rückpass von Lustenau- Verteidiger Daniel Ernemann, um zum 4:0- Endstand abzustauben.