Samstagsspiele

Salzburg lässt mit 3:1-Sieg Austrias Party platzen

Sport
18.05.2013 20:29
Red Bull Salzburg hat am Samstagabend in der 34. Runde der tipp3-Bundesliga mit einem 3:1-Heimsieg über Innsbruck die vorzeitige Meisterfeier der Austria platzen lassen. Obwohl sich auch der Tabellenführer aus Wien mit 3:1 gegen Wiener Neustadt durchsetzte, fällt die Titelentscheidung frühestens in der vorletzten Runde am Mittwoch. Mattersburg besiegte Rapid mit 2:0, der WAC und die Admira trennten sich mit einem torlosen Remis.

Salzburg - Wacker Innsbruck 3:1
Die "Bullen" hielten mit dem 3:1 über Innsbruck den Sechs-Punkte-Rückstand auf die Austria. Die Salzburger müssen nun am Mittwoch auf einen Sieg des SV Mattersburg in Wien hoffen und gleichzeitig in Ried gewinnen, damit es in der letzten Runde in Salzburg noch zu einem Endspiel um den Titel kommt.

Der Titelverteidiger blieb vor 7.520 Zuschauern in der Red-Bull-Arena vor der Pause vieles schuldig und geriet durch Roman Wallner (38.) auch in Rückstand. Nach der Pause fixierten die "verwandelten" Salzburger durch Tore von Kevin Kampl (48.), Alan (68.) und Sadio Mane (79.) aber noch den völlig verdienten Pflichtsieg. Es war bereits der siebente Meisterschaftssieg in Folge. Insgesamt ist die Truppe von Chefcoach Roger Schmidt nun schon seit 17 Ligapartien unbesiegt. Die Tiroler sind nach wie vor punktegleich mit Wiener Neustadt Letzter.

Vor der Partie gab es Sympathiekundgebungen der Salzburger Fans für Schmidt. Ein Konterfei des Deutschen wurde aufgezogen, zudem gab es Plakate mit den Aufschriften "Schafft Kontinuität" und "Schmidt muss bleiben".

Austria - Wiener Neustadt 3:1
Die Violetten gewannen gegen Wiener Neustadt dank Treffern von Philipp Hosiner (29.), Alexander Grünwald (37./Foulelfer) und "Joker" Roman Kienast 3:1. Die 12.000 Fans im Horr-Stadion waren bereits in Meisterlaune und peitschten ihr Team nach vorne. Wiederholt brandeten "Wir werden Meister"-Gesänge auf. Die Favoritner gaben auch auf dem Feld den Ton an, eine gewisse Nervosität war aber nicht zu übersehen, wie ungewohnte Fehlpässe im Spielaufbau bewiesen.

Die Austria fand ihre erste Chance aus dem Spiel erst in Minute 17 vor, ehe nach einer knappen halben Stunde Hosiner mit einem präzisen Weitschuss die Gastgeber aber erlöste. In Minute 36 entschied Schiedsrichter Oliver Drachta nach einem Zweikampf von Rauter mit Gorgon auf Elfer, den Alexander Grünwald zum 2:0 verwandelte. Wenig später kam die Nachricht, dass Schlusslicht Innsbruck in Salzburg 1:0 führte, weshalb erneut Jubel aufbrandete. Am Ende der ersten Hälfte machten die Fans sogar die Welle.

Nach der Pause hatte der Anhang der Wiener aber gleich zwei Schocks zu verkraften: zunächst die Nachricht vom Ausgleich in Salzburg und wenig später den Anschlusstreffer durch Tadic, der per Kopf nach einem Hofbauer-Freistoß Tormann Lindner keine Chance ließ (50.). Es war der erste Treffer für die Wiener Neustädter in dieser Saison gegen die Austria. Mehr war für die Niederösterreicher jedoch nicht mehr drin. Den Endstand besorgte der erst elf Minuten zuvor eingewechselte Kienast per Abstauber nach einem verunglückten Hosiner-Schuss.

Mattersburg - Rapid 2:0
Vor 9.400 Zuschauern war nicht einmal ansatzweise zu erkennen, welche Mannschaft gegen den Abstieg und welche Mannschaft um die Europa League spielte. Die Mattersburger starteten druckvoll und hatten mit zwei Aluminium-Treffern Pech: In der 3. Minute verlängerte Mörz einen Eckball von Lovin per Kopf zu Steiner, der aus kurzer Distanz nur die Latte traf. 14 Minuten später landete der Ball nach einem Kopfball von Höller neuerlich an der Latte.

Rapid ließ im Vergleich zu den jüngsten Partien jegliche Spielfreude vermissen und fand kein Mittel gegen die körperbetonte Spielweise der Mattersburger. Logische Folge war eine eklatante Harmlosigkeit vor dem Tor. In der 21. Minute ging ein Seitfallzieher von Boskovic weit über das Tor, in der 61. Minute drehte SVM-Goalie Borenitsch einen Boyd-Heber über die Latte. Ansonsten herrschte Flaute im Mattersburger Strafraum.

Die Gastgeber jedoch gingen in der 53. Minute verdient in Führung, als Bürger im Fallen nach Kopfball-Vorlage von Prietl traf, und hatten auch gute Gelegenheiten auf das 2:0. Novota musste bei Weitschüssen von Höller (59.) und Lovin (67.) sein ganzes Können aufbieten. Im Finish zog sich die Lederer-Truppe weit zurück, Rapid wusste mit dem vielen Ballbesitz aber bis zum Schluss nichts anzufangen und fing sich durch den eingewechselten Klemen (93.) sogar noch das zweite Gegentor ein.

WAC - Admira 0:0
Beim 0:0 zwischen Wolfsberg und der Admira wäre für beide Mannschaften mehr möglich gewesen. Issiaka Ouedraogo scheiterte bei einem Elfmeter im zweiten Versuch an WAC-Goalie Max Friesacher (72.), der ein starkes Bundesliga-Debüt ablieferte. Für die Kärntner traf Jacobo nur die Stange (50.). Die Südstädter konnten sich über den ersten Auswärtspunkt nach zuletzt drei Niederlagen in der Fremde in Folge aber nicht so richtig freuen, verschärfte sich doch die ohnehin angespannte Personalsituation weiter. Das Austauschkontingent der Gäste war schon vor der Pause erschöpft. Besonders bitter war der Ausfall von Jürgen Macho.

Der Goalie-Routinier zog sich ohne Fremdeinwirkung eine schwere Verletzung im linken Knie (Verdacht auf Kreuzbandriss) zu. Der verletzungsgeplagte 35-Jährige hatte erst zu Beginn des Jahres nach einer Knieoperation sein Comeback bei den Südstädtern gegeben, seine Karriere könnte nun endgültig zu Ende sein. Quasi gleichzeitig schied der ebenfalls am Knie angeschlagene Richard Windbichler aus, in Minute 37 musste auch noch Stephan Palla wegen einer Verletzung vorzeitig w.o. geben.

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