Steuer-Affäre

Hoeneß schließt Rücktritt aus und droht mit Klagen

Sport
22.04.2013 12:42
Uli Hoeneß schließt für sich personelle Konsequenzen beim FC Bayern München nach der Selbstanzeige in seiner Steueraffäre vorerst aus. "An einen Rücktritt bei Bayern München denke ich nicht", sagte Hoeneß am Sonntag der "Sport Bild Plus". Der Bayern-Präsident will sich aber "zur Wehr setzen" und droht den Medien mit Klagen.

"Gegen die Exzesse in einigen Berichterstattungen werde ich mich anwaltschaftlich zur Wehr setzen", sagte Hoeneß, der einer namentlich nicht genannten Münchner Zeitung ankündigte: "Für die wird das richtig teuer."

Mit Spannung wird der angekündigte Besuch von Hoeneß am Dienstag in der Allianz-Arena beim Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona erwartet. Äußerungen zum schwebenden Verfahren soll es dabei allerdings nicht geben: "Ich werde einige Wochen ins Land ziehen lassen, ehe ich mich äußere", erklärte Hoeneß.

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Causa Hoeneß wird wohl zum Dauerthema
Dennoch wird der Fall die Münchner wohl noch für längere Zeit begleiten. "Das lässt sich rein zeitlich sehr schwer einschätzen, das hängt immer von der Fallgestaltung ab", sagte Staatsanwalt Ken Heidenreich über das mutmaßliche Ausmaß der Ermittlungen. "Es müssen viele Dinge geprüft werden."

Medien nennen Summen von bis zu 20 Millionen Euro
Heidenreich bestätigte, dass die juristischen Schritte durch eine Selbstanzeige des Bayern-Präsidenten im Jänner aufgenommen worden seien. Zu Details, einer angeblichen Hausdurchsuchung und Summen machte er keine Angaben. Auch aus dem Bayern-Aufsichtsrat gab es keine Äußerung über den Vorsitzenden des Gremiums.

In den meisten deutschen Medien war am Wochenende von sechs bis zehn Millionen Euro die Rede, die "Bild" schrieb am Montag gar von 20 Millionen Euro. Demnach habe Hoeneß in den vergangenen 13 Jahren Börsen- und Devisenspekulationen betrieben.

Sogar Gefängnisstrafe wäre möglich
Hoeneß selbst erklärte, er habe die "Angelegenheit ursprünglich" über ein Steuerabkommen Deutschlands mit der Schweiz regeln wollen, das "dann bekanntlich Mitte Dezember 2012 nicht zustande gekommen" sei. Für Steuerhinterziehung ab einer Million Euro sieht das deutsche Gesetz unter bestimmten Umständen sogar eine Gefängnisstrafe vor.

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