Wegen der im Jänner von Hoeneß erstatteten Selbstanzeige ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Bayern-Chef. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag handelte es sich bei dem fraglichen Geld um insgesamt 20 Millionen Mark, gut 10,2 Millionen Euro, die Hoeneß im Jahr 2000 vom damaligen Chef des Sportartikelherstellers Adidas, Robert Louis-Dreyfus, erhalten haben soll. Fünf Millionen Mark seien von Louis-Dreyfus direkt überwiesen worden, 15 Millionen seien eine Bürgschaft für einen Kredit gewesen.
Die Zahlung ist dem Bericht zufolge auch deshalb brisant, weil Adidas sich nur ein Jahr später mit zehn Prozent am FC Bayern beteiligte. Laut "SZ" gibt es bisher aber keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen dem privaten Geschäft von Hoeneß und dem Deal. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft laufen die Ermittlungen gegen Hoeneß weiterhin nur wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.
Bayern-Vize stärkt Hoeneß den Rücken
Bayern-Vizepräsident Rudolf Schels hat Hoeneß indes die Unterstützung zugesichert. "Als Klub stehen wir unverändert zu Uli Hoeneß und wünschen ihm alles Gute für die Klärung der Angelegenheit", sagte Schels im Bayerischen Rundfunk.
Zur Selbstanzeige von Hoeneß wollte der zweite Vizepräsident des Vereins nicht inhaltlich Stellung nehmen. Der Verdacht der Steuerhinterziehung gegen den 61-Jährigen sei dessen "private Angelegenheit". Zu schwebenden Verfahren äußere sich der FC Bayern München nicht. Schels ist seit vergangenem November neben Karl Hopfner einer der beiden Vizepräsidenten des FC Bayern München und kümmert sich vor allem um die Bundesliga-Basketballer des Vereins.
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