Das Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen stand in Hamburg kurz vor Schluss auf des Messers Schneide, die Bremer rannten mit einem Mann weniger einem 2:3-Rückstand nach. Nach einem harmlosen Foul an HSV-Verteidiger Heiko Westermann bekam Arnautovic von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer Gelb gezeigt. Anschließend deutete der Wiener mit einer Beinbewegung an, den Ball wegschießen zu wollen, zog seinen Fuß aber zurück.
Arnautovic: "Das war keine Gelb-Rote"
Doch das reichte dem Schiri offenbar, um es als "Abschussversuch" aufzufassen – und sofort ließ er der ersten Gelben die nächste folgen. Gegenüber der "Bild" erhob Arnautovic-Kollege Nils Petersen schwere Vorwürfe: "Der Schiri hat nur darauf gewartet, dass er einen runterstellen kann. Das war dann die passende Situation." Arnautovic selbst war nach seinem Ausschluss eher wortkarg, auf dem Weg in die Kabine schimpfte er nur: "Das war keine Gelb-Rote."
Eine rechte Freude mit der Leistung von Kinhöfer hatte im Lager der Bremer übrigens kaum einer: So hatte der Schiri doch beim 2:1 des HSV durch Denis Aogo ein Handspiel übersehen und in Minute 80 auch Clemens Fritz zum maßlosen Ärger von Werder-Coach Thomas Schaaf ebenfalls mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.
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