Der 1. FC Nürnberg hat sich im zweiten Sonntagsspiel mit einem Doppelschlag binnen fünf Minuten einen Punkt beim VfL Wolfsburg erkämpft. Die Franken holten beim 2:2 einen 0:2-Rückstand auf. Nach der Führung durch die Tore von Diego (2.) und Ivica Olic (27.) sorgten Timmy Simons (61.) und Per Nilsson (66.) für den Ausgleich.
Bayern feiern 9:2-Schützenfest
Bereits am Samstag hat sich Bayern München in wahrhaft meisterlicher Form präsentiert. Drei Tage vor dem Hinspiel im Viertelfinale der Champions League zu Hause gegen Juventus, für das ÖFB-Legionär David Alaba wegen einer leichten Prellung geschont wurde (siehe Infobox), schoss das Team von Jupp Heynckes einen desolaten HSV mit 9:2 aus dem Stadion. Den Meistertitel konnten die Bayern jedoch noch nicht fixieren, da auch Verfolger Borussia Dortmund mit einem 2:1-Sieg gegen Stuttgart drei Punkte holte.
Vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena waren neben dem herausragenden Vierfach-Torschützen Claudio Pizarro (30., 45., 53., 68.) Xherdan Shaqiri (5.), Bastian Schweinsteiger (19.), Arjen Robben (33., 54.) und der eingewechselte Franck Ribery (76.) die Torschützen. Jeffrey Bruma (75.) und Heiko Westermann (85.) erzielten die Ehrentreffer für den HSV.
Hart erkämpfter Sieg für Dortmund
Der bereits 20 Zähler zurückliegende Meister Borussia Dortmund hat den 2:1-Sieg beim VfB Stuttgart teuer bezahlt. DFB-Teamspieler Marcel Schmelzer wurde von ÖFB-Legionär Martin Harnik am Kopf getroffen und brach sich die Nase, Sven Bender und Kevin Großkreutz erlitten einem BVB-Sprecher zufolge jeweils Fußprellungen. "Das war überhart", meinte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zu der Partie in Stuttgart. Die Tore erzielten Lukas Piszczek (29.) und Robert Lewandowski (82.) bzw. Alexandru Maxim (63.).
Spitzenklubs geben sich keine Blöße
Neben dem BVB gaben sich auch die direkten Verfolger keine Blöße. Bayer Leverkusen setzte sich auswärts gegen Fortuna Düsseldorf mit 4:1 durch, Schalke 04 wiederum behielt gegen 1899 Hoffenheim klar mit 3:0 die Oberhand. Christian Fuchs sah den Erfolg nur von der Bank aus, ihm wurde der wiedergenesene Sead Kolasinac vorgezogen.
Das schnellste Tor in der laufenden Saison bekamen die 33.374 Zuschauer in der Coface-Arena im Duell des FSV Mainz 05 mit Werder Bremen geboten - und mit Andreas Ivanschitz war ein ÖFB-Teamspieler beteiligt. Der Burgenländer holte sich von Werders Assani Lukimya den Ball, und sein Zuspiel zur Mitte musste Adam Szalai nach zwölf Sekunden nur mehr über die Linie drücken. Es war das viertschnellste Tor in der Bundesliga-Geschichte.
Assist von Arnautovic
Die Bremer holten aber auch dank Marko Arnautovic zumindest noch einen Punkt. Eine Hereingabe des in Minute 62 eingewechselten Offensivspielers verwertete Aaron Hunt zum 1:1 (69.). Zlatko Junuzovic fehlte Werder verletzungsbedingt, Sebastian Prödl kam einmal mehr nicht zum Zug. Aufseiten der Mainzer durfte sich Ivanschitz bei seinem potenziellen zukünftigen Arbeitgeber bis zur 73. Minute zeigen, Julian Baumgartlinger spielte durch.
Martin Stranzl lief im Auswärtsspiel von Borussia Mönchengladbach beim SC Freiburg nach seinem Nasenbeinbruch mit Gesichtsmaske auf, belohnt wurde sein Einsatz aber nicht, es setzte eine 0:2-Niederlage. Der derzeit auf dem Relegationsplatz liegende FC Augsburg (24 Punkte) unterlag ohne dem auf der Bank sitzenden Ex-ÖFB-Teamtormann Alexander Manninger zu Hause Hannover 96 mit 0:2 und verabsäumte es damit, näher an den Tabellen-15. Düsseldorf (29) heranzurücken sowie den Abstand nach hinten auf Hoffenheim (20) zu vergrößern.
Die Spiele der 27. Runde:
Samstag
VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 1:2
SC Freiburg - Borussia Mönchengladbach 2:0
Fortuna Düsseldorf - Bayer Leverkusen 1:4
FC Augsburg - Hannover 96 0:2
FSV Mainz 05 - SV Werder Bremen 1:1
FC Schalke 04 - 1899 Hoffenheim 3:0
FC Bayern München - Hamburger SV 9:2
Sonntag
VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg 2:2
SpVgg Greuther Fürth - Eintracht Frankfurt 2:3
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