3:0 in Barcelona!

David Alaba steht mit dem FC Bayern im CL-Finale

Sport
01.05.2013 22:33
Der Champions-League-Sieger kommt aus Deutschland: Nach Borussia Dortmund ist am Mittwochabend auch Bayern München ins Endspiel eingezogen. David Alaba und Co. ließen nach dem 4:0-Erfolg im Hinspiel auch im Camp Nou nichts anbrennen und feierten gegen den FC Barcelona einen klaren 3:0-Sieg. Das Finale geht am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion über die Bühne.

Von einem ähnlichen Husarenstück wie am 8. April 2009, als es im direkten Viertelfinal-Hinspiel gegen die Bayern einen 4:0-Sieg gegeben hatte, waren die Spanier diesmal meilenweit entfernt. Die Münchner fügten den Katalanen die erste Champions-League-Heimniederlage nach 21 Spielen zu. Damit hat nach wie vor kein Klub in der Königsklasse nach einer 0:4-Hinspiel-Niederlage noch den Aufstieg geschafft.

ÖFB-Teamkicker Alaba spielte wie gewohnt links in der Abwehr der Münchner durch und agierte abgeklärt. Im Stile eines Routiniers befreite er sich immer wieder locker aus Pressing-Situationen und bildete wie schon die ganze Saison ein gutes Duo mit seinem "Vordermann" Franck Ribery. Im Spiel nach vorne trat der 20-jährige Wiener wie schon im Hinspiel kaum in Erscheinung, wohl auch auf Anordnung von Trainer Jupp Heynckes. Allerdings bereitete er mit einem starken Pass das 1:0 vor. Alaba wird aller Voraussicht nach als erster Österreicher in einem Champions-League-Finale zum Einsatz kommen.

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Bayern physisch und mental stark
Von Beginn an hatte man in keiner Phase den Eindruck, dass die Katalanen vor 95.877 Zuschauern im ausverkauften Camp Nou das Wunder noch schaffen könnten. Die ohne den verkühlten Dante angetretenen Bayern beschränkten sich keinesfalls nur auf das Verwalten des komfortablen Vorsprungs, waren wie gewohnt physisch und auch mental stark. Topchancen blieben aber aus, bei der einzig nennenswerten Aktion störte Gerard Pique den Niederländer Arjen Robben gerade noch beim Schuss. Barca-Goalie Victor Valdes hatte in seinem 100. Champions-League-Spiel daher keine Mühe, den Ball festzuhalten (12.).

Die feldüberlegenen Katalanen wurden mit Fortdauer der ersten Hälfte etwas besser, waren allerdings ohne den aufgrund einer noch nicht ganz auskurierten Muskelverletzung nur auf der Bank sitzenden Lionel Messi insgesamt viel zu harmlos. Dessen Ersatzmann Cesc Fabregas konnte sich genauso wie seine Kollegen nicht entscheidend in Szene setzen. Nur zweimal kam die Truppe von Chefcoach Tito Vilanova einem Torerfolg nahe. Ein Pedro-Weitschuss wurde von Manuel Neuer über das Tor abgewehrt (24.), zudem landete ein Xavi-Volley aus sieben Metern drüber (27.). Das hätte die Führung sein müssen, so blieb es aber beim torlosen Remis zur Pause.

Alaba leitet 1:0 mit 60-Meter-Pass ein
Nach dem Seitenwechsel waren die letzten Barca-Hoffnungen schnell begraben: Nach einem 60-Meter-Querpass von Alaba zog Robben wie gewohnt nach innen und traf ins lange Eck (49.). Damit war die Luft bei Barca draußen, Vilanova nahm Xavi und Iniesta aus dem Spiel, verzichtete zudem wegen der Aussichtslosigkeit auf eine Einwechslung von Messi.

Und für die Katalanen wurde es noch richtig bitter. Eine Ribery-Hereingabe beförderte Pique mit dem Knie unglücklich ins eigene Tor (72.). Vier Minuten später erhöhte Thomas Müller per Kopf, ebenfalls nach Ribery-Vorarbeit, auf 3:0 (76.). Die Katalanen blieben auf der anderen Seite bei ihren wenigen Chancen im Abschluss glücklos.

In dieser Verfassung gelten die Münchner im Endspiel wohl als klarer Favorit. Die Heynckes-Truppe kann auch aus dem Vollen schöpfen, da kein Kicker gesperrt ist.

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