"Sind nicht besser"

Bei geprügeltem FC Barcelona schrillen die Alarmglocken

Sport
02.05.2013 16:54
Nach dem sang- und klanglosen Untergang des einst schier unbezwingbaren FC Barcelona im Halbfinale mit einem Gesamtscore von 0:7 gegen die Bayern herrscht Fassungslosigkeit bei Rot-Blau. Während Präsident Sandro Rosell am Saisonende über Änderungen nachdenken will, verteidigt Trainer Tito Vilanova seine Arbeit. Bei Real Madrid soll indes PSG-Trainer Carlo Ancelotti vor der Tür stehen.

"Wir sind jetzt nicht mehr besser", sprach Barca-Verteidiger Gerard Pique aus, was sich Millionen rund um den Globus denken: "Für nächstes Jahr müssen einige Entscheidungen getroffen werden." Doch mit dieser Meinung steht er allein auf weiter Flur. "Man muss jetzt nicht drastisch werden. Dieses Barca hat Zukunft", sagte Kapitän Xavi, der beim 0:3 wie sein langjähriger genialer Partner Andres Iniesta vorzeitig das Feld räumen musste.

"Ich weiß nicht, was Pique da meint, da muss man ihn fragen", erklärte Präsident Rosell, "aber am Ende der Saison ist der ideale Zeitpunkt, um über Entscheidungen nachzudenken." Cheftrainer Vilanova glaubt überhaupt: "Wir haben bis zum Schluss alles gegeben, aber es hat nicht sollen sein."

Ohne Messi chancenlos
De facto fehlt es den einst so bejubelten Darstellern des Barca-Systems aber längst an Innovation und Kreativität, Stillstand statt Fortschritt wird Barcelona immer öfter vorgeworfen. Vilanova revidiert: "Ich finde nicht, dass wir viele Dinge ändern müssen. Aber wir sollten das wiedererlangen, was wir hatten. Und das ist schließlich sehr gut."

Ohne Javier Mascherano, Sergio Busquets, Jordi Alba, Carles Puyol und allen voran Superstar Lionel Messi hatten die Katalanen nicht den Funken einer Chance. "Hätte Messi gespielt, hätte er sich übel verletzen können, so hilft er dem Team nicht", erklärte Vilanova, der nun mit Kritik überhäuft wird. Schließlich hatte Messi ja zuletzt in der Liga gespielt.

"Er war nicht verletzt, aber er hat sich nicht gut gefühlt und befürchtet, seine Verletzung könnte neu aufbrechen." Der Weltfußballer verfolgte Barcas Untergang 90 Minuten lang mit traurigem Blick von der Bank aus. Kollege Iniesta sagte bedrückt: "Es tut sehr weh." Während Barcelona nun vor einer Reise ins Ungewisse steht, bastelt Rivale Real bereits an der Zukunft. 

Ancelotti zu Real?
Dass Trainer Jose Mourinho, in drei Halbfinali in Folge gescheitert und in Spanien als "The SemiSpecial One" verspottet, zur alten Liebe Chelsea abwandert, scheint gewiss. Angeblich wollte er schon nach dem Halbfinal-Hinspiel Dortmunds Robert Lewandowski per Telefon nach London ködern. Ancelotti (Paris SG) soll für Real bereitstehen...

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