Der Titelgewinn der Bayern ist damit der schnellste in der Bundesliga-Geschichte. Die bisherigen Bestmarken für die schnellsten Meister halten ebenfalls die Münchner: 1972/73 und 2002/03 waren sie aber erst nach 30 Partien rechnerisch am Ziel gewesen. Für den deutschen Rekordmeister war es bereits der 23. Triumph, der bisher letzte Titel datierte aus dem Jahr 2010. Neben der Blitz-Meisterschaft stellten die Münchner zugleich eine weitere Bestmarke auf: Elf Siege in Folge waren noch keinem Klub in 50 Jahren Bundesliga innerhalb einer Saison gelungen.
Alaba versemmelt Elfer, jubelt am Ende aber trotzdem
Für Alaba ist es im Alter von 20 Jahren der erste große Titel als Leistungsträger. Schon in der bisher letzten Meistersaison war er im Kader gestanden, hatte aber nur sporadische Einsätze bekommen. Gegen Frankfurt spielte Österreichs Fußballer des Jahres 2012 links in der Viererkette durch, in der 27. Minute setzte der bisher vom Punkt tadellose Schütze nach einem Foul an Thomas Müller einen "zu genau" geschossenen Elfer an die rechte Stange.
Die Stimmen zum Titelgewinn der Bayern gibt's in der Infobox!
Sein Team begnügte sich mit einer durchschnittlichen Leistung. Für die Entscheidung sorgte mit einem Fersler Bastian Schweinsteiger (52./Bild). Im Mittelpunkt stand nicht zuletzt Heynckes, der die Meisterschale bereits zum siebenten Mal - vier Mal davon als Spieler - in Empfang nehmen durfte. Schöner wäre für den scheidenden Coach nur ein Abdanken mit dem Champions-League-Titel. Deshalb hielt man sich mit dem Feiern auch zurück: Am Mittwoch wartet in der Königsklasse das Viertelfinalrückspiel bei Juventus.
Dortmunder siegen gegen Augsburg mit Manninger 4:2
Dortmund, das gegen Augsburg mit Alexander Manninger im Tor 4:2 siegte, blieb auf Champions-League-Kurs, der Vorsprung auf Leverkusen (1:1 gegen Wolfsburg) wuchs auf sechs Punkte an. Die Treffer für die im Vergleich zum 0:0 beim FC Malaga im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales auf sieben Positionen umgebauten Borussen erzielten Julian Schieber (22., 53.), Neven Subotic (64.) und Robert Lewandowski (92.). Zwischenzeitlich war der Gegner dank der Tore von Daniel Baier (43.) und Kevin Vogt (45.) sogar in Führung gelegen.
Schalke stößt Werder Bremen immer tiefer ins Jammertal
Indes vergrößerte der FC Schalke 04 mit dem 2:0-Erfolg bei Werder Bremen die Sorgen der Hanseaten und rückte zudem näher an Bayer Leverkusen und damit an den dritten Platz zur direkten Champions-League-Qualifikation heran. Während Zlatko Junuzovic bei Werder verletzt fehlte, spielten Marko Arnautovic und Sebastian Prödl durch, Goalie Richard Strebinger saß auf der Bank. Von dort verfolgte auch der Schalker Christian Fuchs die ersten 70 Minuten mit, ehe er doch noch eingewechselt wurde.
Ohne den gesperrten Martin Stranzl verbesserte Borussia Mönchengladbach mit dem 1:0 gegen Schlusslicht Greuther Fürth seine Ausgangslage im Schlussspurt um die Europa-League-Ränge.
Die Ergebnisse des 28. Spieltages:
Freitag
1899 Hoffenheim - Fortuna Düsseldorf 3:0
Samstag
Borussia Dortmund - FC Augsburg 4:2
Borussia Mönchengladbach - Greuther Fürth 1:0
Eintracht Frankfurt - Bayern München 0:1
Werder Bremen - FC Schalke 04 0:2
Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg 1:1
Hamburger SV - SC Freiburg 0:1
Sonntag
1. FC Nürnberg - FSV Mainz 05
Hannover 96 - VfB Stuttgart
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