Abschied verweigert

Austria Wien setzte im Zwist mit Fans “klares Signal”

Sport
01.04.2013 18:36
Die Austria führt neun Runden vor Schluss mit 13 Punkten Vorsprung die Tabelle an. Trotzdem sind etliche Fans der "Veilchen" unzufrieden, weil der Klub einigen Mitgliedern eines rechtsgerichteten Fanklubs Hausverbot erteilt hatte. Am Ostersonntag kam es deshalb zum Stimmungsboykott in der Generali-Arena, weshalb sich die Mannschaft nach dem 1:1 gegen die "Bullen" nicht von den Fans verabschiedete. Austria-Vorstand Markus Kraetschmer (im Bild) stellte sich auf "Sky" vor Trainer Peter Stöger und dessen Mannschaft und sprach von einem "klaren Signal".

"Die Vernünftigen werden es verstehen und die, die es nicht verstehen, wollen wir eigentlich eh nicht im Stadion haben. Denen geht es nicht um die Austria. Wir bleiben unserer Linie treu und werden wieder Stadionverbote aussprechen", meinte Kraetschmer.

"Der eine oder andere Zuschauer hat die Bodenhaftung verloren, mehr als die Spieler. Bei einer Situation, in der es 1:1 gegen Salzburg steht, hätte ich gerne mehr gehört", gab Stöger, der schon während des Spiels in ein Wortgefecht mit einem Fan geraten war, zu Protokoll. "Man darf nicht alle in einen Topf werfen, aber es ist für die Burschen extrem frustrierend, wenn ihre Leistung nicht anerkannt wird. Ich sehe, wie sie täglich für das große Ziel schuften, hätte mir einen positiveren Geist in diesem Stadion gewünscht", so Stöger weiter.

Mangelnde Unterstützung in einer für die Austria so erfolgreich wie schon lange nicht laufenden Saison? Eine unrühmliche Posse, die derzeit offenbar violette Realität ist.

Stimmungsboykott auf der Osttribüne
Seit dem Ausschluss einer in der Vergangenheit mehrmals unangenehm aufgefallenen Gruppierung, der auch der offizielle Fanklub-Status aberkannt wurde, rufen deren Handlanger auf der großen Fantribüne zum Stimmungsboykott auf. Schenkt man diversen Fan-Foren Glauben, wird dieser auch mit dem Faustrecht durchgesetzt. Am Sonntag waren 200 mitgereiste Salzburg-Anhänger stimmungstechnisch jedenfalls auffälliger als 4.000 auf der Wiener Osttribüne.

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