Die Griechen standen vor dem Spiel mit dem Rücken zur Wand, ein Sieg musste her, wollte man noch die Chance auf den Aufstieg nutzen. Bereits in den ersten Minuten tauchten die Hellenen mehrmals vor dem Tor der "Sbornaja" auf, Dimitros Salpingidis (3.), Kostas Katsouranis (6.), Vassilios Torosidis (7.) scheiterten aber am russischen Torhüter.
Entgegen der ersten beiden Gruppenspiele, wo bereits sehr früh Gegentore kassiert wurden, stand auch die griechische Abwehr in der Anfangsphase sehr gut, begann aber nach rund einer Viertelstunde doch wieder zu bröckeln. Fehler und halbherzige Ausputzversuche ermöglichten den Russen die ersten großen Chancen durch Alan Dzagoev (19.) und Andrej Arshavin (20.).
Karagounis stellt das Spiel auf den Kopf
Das Gehäuse von Vyacheslav Malafeev bekamen die Griechen in den nächsten Minuten nur mehr aus der Ferne zu sehen, die "Sbornaja" übernahm eindeutig das Kommando am Platz. Wirklich zwingende Torchancen ergaben sich aber vorerst nicht. Lediglich ein strammer Schuss von Denis Glushakov (40.) entwickelte ein gewisses Gefahrenpotenzial. Ganz entgegen dem Spielverlauf gelang den Griechen dann in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch Karagounis nach einem Sturmlauf in den Strafraum doch noch der Führungstreffer – die Anhänger der Weiß-Blauen im Warschauer Nationalstadion standen Kopf.
Nach der Pause sorgten Chancen auf beiden Seiten für ein ansehnliches Spiel, für die größte Aufregung zeichnete aber auch hier wieder Karagounis verantwortlich. Der Grieche wurde in der 61. Minute wegen einer vermeintlichen Schwalbe im Strafraum mit der Gelben Karte abgestraft - eine Fehlentscheidung. Mit fortlaufender Zeit wurden die Russen, die vor allem im ersten Gruppenspiel gegen Tschechien zu überzeugen wussten, nervös. Trotz einiger Chancen gelang der notwendige Ausgleich nicht mehr. Dzagoev (84.) und Pavel Pogrebnyak (90.) vergaben dabei die letzten Matchbälle.
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