Generell gilt: Bist du dir nicht sicher, ob ein Wein leicht oder kräftig, fruchtig- süß oder trocken ist, hilft ein Blick auf das Etikett. Hier sind der Geschmack und oft auch die Servierempfehlung gut beschrieben. Und: Der Preis ist keine Entscheidungshilfe – gute Weine müssen nicht zwangsläufig viel kosten.
Kredenzt du ein Menü in mehreren Gängen, sollten auch jeweils passende Weine angeboten werden. Dabei gilt: trockene Weine vor süßen und Weißweine vor Rotweinen. Der Aperitif soll das Hungergefühl kurzzeitig überbrücken und danach den Appetit für die weiteren Gänge anregen. Hierfür empfiehlt sich Sherry oder Roséwein. Zu den darauf folgenden Vorspeisen werden gern leichte, alkoholarme Kabinettweine wie Müller- Thurgau, Riesling oder Gutedel serviert. Zu Krabben oder Schalentieren solltest du einen trockenen Weißwein, also einen Wein mit einem Restzuckergehalt von weniger als neun Gramm, oder einen trockenen Sekt servieren. Für die Hauptgänge gibt es verschiedene Empfehlungen.
Servierst du gebratenes Huhn, dann richtet sich die Auswahl nach der Zubereitung und der Soße – grundsätzlich passen hier sowohl Weiß- als auch Rotweine. Zu Ente empfiehlt sich ein junger, fruchtiger Rotwein. Bereitest du eine Gans zu, dann darf es ruhig auch ein kräftiger Rotwein, wie zum Beispiel ein Bordeaux sein.
Zu Curry und Fisch kannst du einen Chardonnay servieren. Zu Lachs passt auch ein zarter, weißer Burgunder. Eine geräucherte Forelle kann auch gut durch einen Sauvignon blanc ergänzt werden.
Zu gebratenem Rind reichst du am besten einen Merlot, aber auch Burgunder und Chianti passen gut. Gekochtes Rindfleisch verlangt nach einem Bordeaux. Kalbsfleischgerichte harmonieren gut mit einem leichten Rotwein.
Zu Schweinefleisch kannst du einen trockenen Weißwein oder einen fruchtigen Rotwein anbieten. Servierst du gebratenes Schweinefleisch, dann passen leichte Rotweine, wie zum Beispiel ein Médoc, gut.
Wild verlangt nach kräftigen Rotweinen, wie einem Barolo, Pinot Noir oder Cape Bordeaux. Gebratenes Lamm kannst du mit einem Sauvignon oder Merlot kombinieren.
Kochst du vegetarisch mit viel Gemüse, dann kannst du einen Sauvignon Blanc servieren. Polenta dagegen verlangt nach einem kräftigen Rotwein, genauso wie Pizza und Pasta. Einzig bei Carbonara oder Rahmsaucen wählst du besser einen Weißwein mit kräftigem Geschmack.
Beim Dessert angelangt solltest du süße Weine auswählen, die den Geschmack der Süßspeisen optimal unterstreichen. Eisweine oder Spätlesen mit einem höheren Anteil an Restzucker sind hier ideal.
Nur bei asiatischen oder orientalischen Gerichten solltest du auf Wein verzichten. Genauso bei Speisen mit Ei oder starkem Essig- bzw. Zitronenaroma. Denn diese verfälschen den Geschmack des Weines und bewirken teils ein metallisches Aroma.