Man muss sich eigentlich nur nach dem Rhythmus der Natur und dem natürlichen Nahrungsangebot im Winter richten, um seinen Körper warm zu halten. Denn es kommt nicht von ungefähr, dass sich vor allem Erdäpfel, Kohl, Kürbis oder Äpfel auf dem Winterspeiseplan finden. Sucht man weitere Anhaltspunkte, kann man sich auch der Traditionellen Chinesischen Medizin, TCM, zuwenden. Dort findet man eine Unterteilung aller Lebensmittel in kalt, erfrischend, neutral, warm und heiß – je nachdem, wie sie durch ihr Temperaturverhalten auf den Körper wirken.
Je mehr Energie der Körper für die Verdauung im Winter braucht, desto weniger steht für die Aufrechterhaltung der Temperatur vor allem in den peripheren Körperregionen zur Verfügung – ein Faktor, der zu kalten Händen und Füßen beiträgt. Gut sind Lebensmittel, welche die Durchblutung anregen und den Körper mit vielen Vitaminen versorgen.
Speziell Erdäpfel sind ein wertvoller Bestandteil der Winterküche. Sie enthalten neben viel Wasser einen hohen Anteil an Stärke, Mineralstoffen sowie Vitamin C, Vitamin B1, B2 und B6. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine ganzheitliche Ernährung, denn Vitamine sind wichtig für den Stoffwechsel im Körper sowie die Aufrechterhaltung der Abwehrkräfte. Du solltest Erdäpfel am besten mit der Schale kochen, da sie so einen Großteil der Vitamine und Mineralstoffe behalten, danach aber unbedingt schälen, da sich unter der Schale auch Schadstoffe befinden. Erdäpfel sind kleingeschnitten bzw. mit der Gabel flachgedrückt ein guter Bestandteil für sämtliche Eintopfgerichte bzw. Eintopfgemüse, da sie die Sämigkeit des Gerichts erhöhen.
Kürbis, Kohl, Rote Rüben, Kohlsprossen und Konsorten enthalten viel wichtiges Vitamin C. Die beste wärmende Wirkung entfalten diese Gemüsesorten, wenn sie schonend gedünstet werden und als weiches Saftgemüse oder als Suppen verarbeitet werden. Sie alle kannst du wunderbar mit Erdäpfeln kombinieren.
Gewürze, die deinen Kreislauf anregen, sollten nun unbedingt in deinen Kochtopf: Pfeffer, Kümmel, Koriander, Ingwer, Kardamom und Chili heizen dir so richtig ein. Wie du diese Gewürze richtig einsetzt, erfährst du in der Infobox. Und wem besonders kalt ist, der kann getrost zu einer Tasse Punsch greifen. Denn auch Glühwein und Punsch werden mit einigen der angeführten Gewürze zubereitet und wärmen dich wunderbar auf. Generell kannst du Ingwer vielen Tees beifügen und bekommst dadurch eine Extraportion Wärme.
Während im Sommer eher helles Fleisch dominiert, ist im Winter das rote Fleisch zu bevorzugen: Schwein, Rind, Wild und Lamm. Daher im Winter eher Finger weg von Huhn und Co. Weiters solltest du den Genuss von Zitrusfrüchten reduzieren, genauso wie jenen von Topfen oder Joghurt, da diese Lebensmittel kühlende Wirkung haben. Der Körper braucht mehr Energie, um diese im Magen anzuwärmen, und entzieht dadurch Wärme von Händen und Füßen.
Rezepttipps unserer Cookingstars, die dir so richtig einheizen, findest du in der Infobox!