Sind deine Weingläser lange in der Vitrine gestanden, solltest du diese zuerst auf Geruchsrückstände prüfen und dann ausspülen bzw. entstauben. Verwende die richtige Glasform für jede Weinsorte, um den Geschmack optimal zu unterstützen.
Die Flasche sollte mit dem Etikett nach oben gehalten werden und darf nicht auf dem Glasrand aufliegen. Eingeschenkt wird rechts vom Gast. Das Einschenken beendest du, indem du die geneigte Flasche mit einer leichten und schnellen Drehbewegung wieder aufrichtest. Am besten eine Serviette um den Flaschenhals knoten, um Tropfen aufzufangen.
Zuerst schenkt der Gastgeber sich selbst einen kleinen Schluck ein und kostet den Wein vor. So kannst er prüfen, ob die Temperatur passt und der Wein keinen Fremdgeschmack wie den so genannten „Kork“ hat. Dann werden die Gästegläser zu ca. der Hälfte bzw. zwei Dritteln befüllt – niemals randvoll einschenken! Der Wein kann sonst sein Bouquet nicht entfalten und schwappt leicht über. Weißweine erwärmen sich zudem sonst zu schnell.
Ideal sind für leichte Weißweine oder Roséweine acht bis zehn Grad, für hochwertige Weißweine zwölf bis 14 Grad, für Rotweine 16 bis 19 Grad. Ein Weinthermometer hilft beim Abschätzen der Temperatur. Besonders zu warmen Gerichten solltest du den Wein vor dem Servieren des Essens einschenken. So kann man zur richtigen Zeit anstoßen, und sowohl Essen als auch Wein haben die richtige Temperatur.
Gläser mit Stiel hält man nicht am Glas selbst, sondern am Stiel, damit sie beim Anstoßen klingen. Andere Gläser werden in deren unterer Hälfte gehalten. Beim Anstoßen sieht man seinem Gegenüber in die Augen.
Vor dem Trinken solltest du mit der Serviette den Mund abtupfen, damit der Glasrand keine Speise- oder Fettspuren abbekommt. Auch gilt: nie mit vollem Mund trinken.
Niemals selber nachfüllen, das ist Sache des Gastgeber. Wenn mehrere Weine nacheinander serviert werden, dann sollte auch das Glas immer ausgetauscht werden.