Tofu wird aus Sojabohnen gewonnen. Diese werden hierfür gemahlen, zum Aufweichen in Wasser gelegt und aufgekocht. Anschließend werden Schalen und Fasern durch Abseihen entfernt, zurück bleibt die Sojamilch. Diese wird im Prozess der Denaturierung mittels Salz, Zitronensaft oder Essig zum Gerinnen gebracht. Dadurch entsteht eine lockere Eiweißmasse, die mittels Auspressen von der überschüssigen Flüssigkeit befreit wird. Die gepresste Masse – nun relativ fest – wird in Blöcke geschnitten und gekühlt. So ist Tofu etwa vier bis sechs Wochen haltbar.
Tofu ist mittlerweile in vielen Supermärkte und in Asiamärkten sowie Biofachmärkten und Reformhäusern in unterschiedlichen Sorten erhältlich. Je fester der Tofu, desto eher ist er für salzige Grill- und Bratgerichte geeignet. Weichere Tofuarten wie etwa der Seidentofu eignen sich auch hervorragend für Süßspeisen.
Tofu ist heute aufgrund seines Reichtums an hochwertigem Eiweiß als Fleischersatz sehr beliebt. Er enthält zudem noch Mineralstoffe und Vitamine, ist cholesterinfrei und kalorienarm.
Natürlich sind besonders Zubereitungsarten aus dem asiatischen Raum besonders geeignet, um Tofu wirklich gut schmecken zu lassen. Die Kombination mit Sojasoße, Nuss- oder Sesamöl, Knoblauch und Koriander passt sehr gut. Generell kann Tofu aufgrund seiner Vielseitigkeit als Fleischersatz in vielen westlichen Gerichten verwendet werden: Du kannst ihn kochen, braten, frittieren und als Suppeneinlage verwenden. Er kann passiert werden und als Brotaufstrich herhalten. Aber auch in Süßspeisen, wie etwa als Eis- oder Puddingbasis, findet er immer häufiger Verwendung.
Jedoch stellt seine Geschmacksneutralität den Koch auf eine harte Probe. Eine Variante besteht darin, den Tofu zu rösten, da hierdurch ein feines Aroma entsteht. Vor dem Braten solltest du den Tofu trocken tupfen und während des Bratens immer wieder nachwürzen. Ganz generell solltest du Tofu jedoch bereits vor dem Verarbeiten marinieren und den marinierten Tofu für mehrere Stunden ziehen lassen.
Rezepte für Tofu- Liebhaber und solche, die es werden wollen:
Schwierigkeitsgrad: leicht
Personen: 4
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Zutaten: 250 g Tofu, 250 g Spagetti, 1 EL geriebener Ingwer, je 1 Stück rote und grüne Paprikaschote, 1/2 TL Currypulver, 1/2 TL Kurkuma (Gelbwurz), 1/2 TL Paprikapulver edelsüß, Prise gem. Koriander, 2- 3 EL Olivenöl, 1 EL Sojasoße dunkel, 100 g Kokosflocken
Tofu in Würfel schneiden mit der Sojasauce marinieren. Kokosflocken mit 1/8 L Wasser mischen und wie den Tofu 30 Min. stehen lassen. Anschließend die Kokosflocken in sauberen Küchentuch ausdrücken und die Flüssigkeit aufheben. Paprikaschoten waschen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und in feine Streifen schneiden. Öl erhitzen, die Sojawürfel rundherum anbraten, herausnehmen. Ins restliche Fett Currypulver, Paprikapulver und Ingwer einstreuen, Paprikastreifen dazugeben, kurz rösten und mit Kokoswasser ablöschen. Spagetti in der Zwischenzeit im Salzwasser mit Kurkuma al dente kochen, abseihen, abtropfen lassen und in die Pfanne mit den Paprikaschoten geben. Mit den Koreander würzen, die Tofuwürfel dazugeben unter die Spagetti mischen und mit Blattsalat servieren.
Schwierigkeitsgrad: leicht
Personen: 1
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Zutaten: 1 Tomate, 1 Avocado, 10 dag Tofu, Petersilie, 1 Knoblauchzehe, 1 Zwiebel (gewürfelt), 1 Paprika (fein gewürfelt)
Die Avocado halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch mit dem Löffel herausnehmen. Alle Zutaten in den Mixer geben. Mit Sojamilch kann man das Ganze ein wenig flüssiger machen, falls die Masse zu fest scheint. Fertig! Mit Brötchen servieren, je nach Geschmack.
Weitere köstliche Rezepte findest du auf Cookingstars.at (siehe Infobox).