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24.04.2014 - 21:36

So helfen Sie Ihrem Baby bei einem Schnupfen

24.01.2014, 14:02
So helfen Sie Ihrem Baby bei einem Schnupfen (Bild: thinkstockphotos.de)
Foto: thinkstockphotos.de
Erkältungen sind schon für Erwachsene unangenehm genug – für Babys sind sie eine echte Qual. Speziell bei Schnupfen ist die Atmung des Kindes beeinträchtigt, das Schnäuzen funktioniert noch nicht und das Wohlbefinden ist damit stark eingeschränkt. Hier lesen Sie, wie Sie Ihrem Baby am besten helfen können, damit der Schnupfen schnell Geschichte ist.

Schnupfen bei Babys

Die Problematik eines Schnupfens bei Säuglingen ist, dass Babys hauptsächlich durch die Nase atmen. Wird diese nun durch einen Schnupfen verstopft bzw. schwellen die Schleimhäute an, dann ist das sehr unangenehm. Das Baby kann nur schwer trinken, röchelt beim Atmen, schläft meist schlecht und wacht häufig auf. Trockene Heizungsluft verschlimmert die Situation nur noch, da sie die Schleimhäute austrocknet und dadurch die Abwehr von Fremdstoffen weiter verschlechtert wird.

Die üblichen Symptome eines Schnupfens sind beeinträchtigte Nasenatmung, wässriger Schleim, der zusehends zäh wird und verkrustet, sowie Niesen. Meist entzündet sich dann auch das Näschen und wird rot. Besonders anfällig sind Babys für Schnupfen, wenn die Nasenschleimhaut aufgrund trockener Raumluft oder zu kühler Temperaturen in ihrer Schutzfunktion beeinträchtigt ist. Zieht sich der Schnupfen über längere Zeit, dann besteht die Gefahr einer Mittelohrentzündung, weil der Schleim nicht abtransportiert werden kann, sich im gesamten Nasenbereich festsetzt und die Fremdkörper schließlich bis in den Ohrenbereich gelangen.

Das können Sie tun

Um Ihrem Baby zu helfen, sollten Sie darauf achten, dass es viel trinkt, besonders Muttermilch. Erstens hilft diese dabei, Abwehrstoffe in den Körper des Kindes zu transportieren, andererseits braucht das Kind Flüssigkeit, damit der Schleim dünnflüssiger wird und leichter abgestoßen werden kann. Ein paar Tropfen Muttermilch in die Nase geträufelt, bringen die Antikörper direkt zu den Schleimhäuten und helfen dabei, den Schnupfen schneller wieder loszuwerden. Alternativ kann das Baby auch Kamillentee mit Traubenzucker verrührt zu trinken bekommen.

Auch Nasentropfen können helfen, sie sollten allerdings speziell für Säuglinge geeignet sein. Gerade vor dem Trinken sind Nasentropfen wichtig, da das Kind sonst während des Säugens Probleme mit der Atmung bekommt. Mithilfe einer Pipette muss anschließend das verdünnte Sekret aus der Nase abgesaugt werden, da Babys noch nicht selbst schnäuzen können.

Achten Sie jedoch darauf, die Nasentropfen nicht zu lange zu geben, da sonst ein Gewöhnungseffekt auftritt und die Schleimhäute präventiv anschwellen, weil sie auf Linderung durch die Nasentropfen eingestellt sind. Finger weg gilt für ätherische Öle, ganz besonders Kampfer oder Menthol. Kinder reagieren auf die Wirkstoffe meist sehr stark, allergische Reizungen der Atemwege, manchmal sogar gefolgt von Atemstillstand, sind häufig zu beobachten.

In der Nacht sollten Sie den Oberkörper des Kindes leicht hochlagern, um ihm die Atmung zu erleichtern. Am besten funktioniert dies mit einem zusammengerollten Handtuch unter der Matratze – kein Kopfkissen verwenden (Erstickungsgefahr!). Nasse Handtücher im Kinderzimmer bzw. ein angefeuchteter Himmel oder ein Luftbefeuchter können helfen, die Luft angenehm feucht zu halten. Auch ein gekipptes Fenster hilft, wenn die Temperaturen nicht arktisch kalt sind.

Jedenfalls sollten Sie untertags mit Ihrem Kind an die frische Luft gehen, um ein Abschwellen der Schleimhäute auf natürlichem Wege zu bewirken. Ebenso hilft ein Nasenspray auf Meersalzbasis, der speziell für Säuglinge gemacht wird. Ringelblumensalbe wirkt bei Rötungen außen an der Nase.

Wann müssen Sie zum Arzt?

Normalerweise ist ein Schnupfen kein Grund, um gleich zum Arzt zu gehen. Halten Sie Ihr Baby warm und achten Sie darauf, die Funktion der Schleimhäute schnell wiederherzustellen, dann lassen die Beschwerden meist nach ein paar Tagen nach. Ist das nicht so oder kommen andere Symptome hinzu (wie beispielsweise Fieber), dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wie Sie als Elternteil vorsorgen können

Natürlich ist es auch wichtig, dass Sie selbst nicht krank werden, um Ihr Baby nicht anzustecken. Sehr einfach und effektiv ist Händewaschen. Untersuchungen zufolge reduziert bereits fünfmal Händewaschen am Tag die Wahrscheinlichkeit, an einer Erkältung zu erkranken. Auch ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung sind wichtig.

Sind in Ihrer Umgebung viele Menschen krank, dann sollten Sie zum Nasespülen übergehen: Saugen Sie etwas kaltes Wasser unter dem Wasserhahn in Ihre Nase und lassen Sie es wieder herauslaufen. So werden die Schleimhäute von Krankheitskeimen befreit. Erwischt es Sie trotzdem, dann sollten Sie vor jedem Kontakt mit dem Baby die Hände waschen und den Großteil seiner Pflege vorübergehend an jemand anderen abtreten, um das Ansteckungsrisiko gering zu halten.

lhi
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