Grundsätzlich gibt es kein zu früh. Dein Kind sollte natürlich schon sehr fit auf den Beinen sein, in der Regel ist das ab ca. drei Jahren der Fall. Je jünger dein Kind ist, desto offener wird es dem Thema gegenüberstehen, da es gewöhnt ist, immer Neues dazuzulernen, neue Bewegungsabläufe aufzunehmen und zu kopieren. Auch spielt das Thema Angst eine große Rolle – bei älteren Kindern wird der Respekt vor Stürzen etc. viel größer, was beim Lernen hemmt.
Snowboarden wird dagegen erst ab einem Alter von sechs bis sieben Jahren empfohlen, da die hierfür benötigten Muskelgruppen noch nicht fertig ausgebildet sind.
Richte dich jedoch nach deinem Kind – weigert es sich partout, Skifahren zu lernen, solltest du ihm noch etwas Zeit geben. Du kannst versuchen, über Umwege seine Begeisterung zu wecken: Nimm es mit zum Rodeln oder fahr einfach mit ihm auf dem Arm ein paar Meter, damit es erkennt, dass Wintersport etwas Lustiges ist.
Selbst beibringen oder das Kind in eine Skischule geben - in diesem Punkt sollte man mit sich selbst ehrlich sein: Hat man die Geduld und das Geschick, seinem Kind das Wissen richtig zu vermitteln? Bist du dir nicht sicher, solltest du den Unterricht lieber den Profis überlassen, denn bei Schreiduellen und Heulkrämpfen kannst du dir sicher sein, dass dein Kind eher eine negative Einstellung zum Thema Wintersport entwickelt. Fährst du gut genug und hast die notwendige Geduld, spricht nichts gegen den Privatunterricht – das Familienerlebnis wird zweifellos schöner und stärker.
Du solltest dabei versuchen, die Bewegungsabläufe in kleine Teile zu zerlegen, die dein Kind einzeln lernen kann. Erkläre ihm Grundlagen wie Bergski und Talski. Stöcke sind am Anfang eher hinderlich. Dein Kind soll sich auf die Beinarbeit konzentrieren können. Führe seine Bewegungen. Das klappt auch sehr gut, indem du dein Kind vor dich hinstellst und mit ihm gemeinsam im Pflug fährst. So bekommt es die Bewegungsabläufe unmittelbar mit. Ganz wichtig: viel loben. Bei allem, was gelingt, solltest du dein Kind bestärken, bei allem, was noch nicht funktioniert, ermutigen und es noch einmal anders erklären. Du solltest ausreichend Pausen einlegen, damit dein Kind nicht zu sehr ermüdet und respektieren, wenn es sagt, dass es keine Lust mehr hat. Auch solltest du auf die Theorie nicht vergessen: Verhalten auf der Piste und die Pistenregeln sind ebenfalls wichtig.
Entscheidest du dich gegen den Selbstunterricht, bleibt immer noch die Skischule, wo sich die Profis um dein Kind kümmern. Du solltest am Anfang bei deinem Kind bleiben, um sicherzugehen, dass es ihm gut geht, und ihm zu zeigen, dass du es nicht einfach nur abschiebst. Fühlt es sich wohl, kannst du den Wintertag immer noch genießen und immer mal wieder bei ihm vorbeischauen. Der Vorteil dieser Variante ist, dass dein Kind von einem Skilehrer unterrichtet wird, der ihm auch die Technik richtig beibringt. Weiters ist dein Kind in einer Gruppe, wo oft die Motivation und der Spaß größer sind. Dein Kind wird spielerisch ans Skifahren herangeführt und hat Freude an der Bewegung.
Damit dein Kind auch sicher unterwegs ist, empfiehlt es sich, ein Set aus Helm und Protektoren zumindest auszuborgen. Warme, wasserfeste Kleidung versteht sich von selbst. Achte jedoch darauf, dass keine Schlaufen und Bänder abstehen, mit denen dein Kind am Lift hängen bleiben kann. Skier kannst du ruhig bei einem Verleih ausborgen, da dein Kind nun jede Saison neues Material brauchen wird.