Schau dir gemeinsam mit deinem Kind die Schulnachricht an. Dabei ist wichtig, dass du dein Kind zur Beurteilung seiner eigenen Leistung anleitest: Wo ist es mit sich selbst zufrieden und wo nicht? Sind einzelne Fächer sehr schwach, solltest du dich mit deinem Kind auf einen realistischen Zielwert für das Jahresende einigen. Ganz wichtig: Keine Vorwürfe machen! Was passiert ist, ist vorbei. Der Blick zurück bringt nur etwas, wenn man damit verhindern kann, dass es im nächsten Semester noch einmal passiert. Frag dein Kind, woran es seiner Meinung nach liegt, dass die Note nicht so gut geworden ist, und was es von nun an anders machen will.
Auch sollte man alles in Relation sehen: Wenn dein Kind in Sprachen nicht gut ist und hart für seinen Dreier gearbeitet hat, ist der Dreier eine gute Note – auch wenn der Klassenschnitt vielleicht darüber liegt oder du selbst in dem Fach früher besser warst. Dafür hat es in anderen Bereichen seine Stärken.
Es ist wichtig, dass dein Kind keine Lücken im Lernstoff mitschleppt. Das rächt sich früher oder später, weil die meisten Fächer aufbauend unterrichtet werden. Kann dein Kind selbst nicht sagen, welche Themen ihm fehlen, solltest du das Gespräch mit der jeweiligen Lehrkraft suchen. Lass dir Übungen zeigen, die dein Kind wiederholen sollte. Fühlst du dich dem Stoff nicht hundertprozentig gewachsen, kannst du auf Nachhilfe zurückgreifen. Manchmal kennt der Lehrer ältere Schüler, die für einen geringeren Stundensatz als professionelle Institute helfen und dazu noch genau wissen, worauf der Lehrer Wert legt und wie die Themen erklärt wurden bzw. abgeprüft werden.
Weiters ist sehr wichtig, dass dein Kind gleich voll konzentriert ins zweite Semester startet und mitlernt, damit keine Defizite bleiben. Wie sehr du das kontrollierst, ist einerseits abhängig von den Fächern, andererseits von der Selbständigkeit deines Kinders. In Fächern, wo dein Kind gut ist, kannst du dich eher zurückhalten. Bei den schwächeren Fächern solltest du dir immer wieder Mitschriften und Hausübungen zeigen lassen, um sicherzugehen, dass dein Kind nichts verpasst. Das erkennst du, indem du dir die Korrekturen des Lehrers ansiehst. Viele Fehler sollten ein Alarmsignal sein, dass dein Kind Unterstützung braucht.
Gerade vor Prüfungen ist es für jüngere Kinder eine Hilfe, abgeprüft zu werden. So wird der Stoff wiederholt, du kannst einige Punkte noch einmal mit deinem Kind durchgehen und siehst, wo es noch hakt. Ältere Kinder können sich meist schon selbst abfragen. Nur bei wirklichen Problemfächern ist es sinnvoll, dass du nach wie vor unterstützt. Denn manchmal neigen Kinder zur Vogel- Strauß- Taktik und verleugnen Lernprobleme – frei nach der Devise "Das werde ich schon irgendwie hinbekommen".
Da es unterschiedliche Lerntypen gibt, solltest du darauf achten, welcher Typ dein Kind ist. Ist es der Auditive, der über Vorsagen und Zuhören lernt? Oder eher der Visuelle, der sich merkt, wo die Informationen wie geschrieben waren und deshalb viel mit Unterstreichen und Markieren arbeiten sollte? Auch gibt es den Kommunikativen, der sich den Stoff gern selbst erklärt bzw. darüber spricht, sowie den Motorischen, der über Bewegung lernt – also beim Lernen und Reklamieren gerne aufsteht, gern schreibt usw.
Schlage deinem Kind verschiedene Möglichkeiten vor, wie es sich die Inhalte merken kann. Vielleicht hilft es ihm, sich den Stoff selbst vorzulesen, vielleicht kann es mit Leuchtstiften gut arbeiten, vielleicht helfen von ihm selbst geschriebene Zusammenfassungen. Manchmal ist auch eine Mischung aus all dem gut.
Achte darauf, dass dein Kind sich regelmäßig und gesund ernährt: Wichtig sind viel Obst und Vollkornprodukte sowie Gemüse und mageres Fleisch. Wenig Zucker und Fett – denn das ist eine Belastung für den Körper und sorgt für Schwankungen im Energiehaushalt.