Dein Kind sollte bereits grundlegende Tätigkeiten selbst beherrschen, wie sich anzuziehen oder die Toilette zu besuchen. Natürlich kann immer wieder auch etwas passieren, aber grundsätzlich sollte dein Kind die Windelzeit bereits hinter sich gelassen haben und auch das große Geschäft schon erledigen können. Auch Händewaschen, ohne sich dabei komplett nass zu machen, sollte bereits funktionieren. Weiters gilt es, dein Kind beim Spielen zu beobachten. Kann es sich bereits selbst beschäftigen? Kann es alleine spielen und basteln? Das ist sehr wichtig, denn im Kindergarten ist dein Kind eines von vielen und kann nicht die ganze Zeit über von einer Betreuerin beschäftigt werden.
Dein Kind geht offen auf andere Kinder zu und erkundet voller Interesse sein Umfeld. Am Spielplatz befasst es sich auch mit anderen Kindern und zeigt sich durchaus konfliktfähig. Es spielt mit Gleichaltrigen, und kommt auch in einer Gruppe gut zurecht. Dein Kind zeigt damit erste Signale, dass es sich ein Stück weit von dir abnabeln kann und bereit ist, sich neuen Menschen zu widmen.
Dein Kind spricht vielleicht noch nicht flüssig, aber es kann sich bereits gut verständigen und seine Bedürfnisse artikulieren. Es sollte ganze Sätze sprechen, und sich auch deutlich ausdrücken können. Denn ist dein Kind noch stark in seiner eigenen Babysprache verhaftet, dann kann es im Kindergarten zu Schwierigkeiten kommen, weil die Erzieherin oder auch andere Kinder nicht wissen, was dein Kind will.
Wenn du denkst, dass dein Kind weit genug für den Einstieg im Kindergarten ist, dann solltest du einen Probetag im Kindergarten deiner Wahl vereinbaren. Hier kannst du zunächst mit deinem Kind gemeinsam den Kindergarten erkunden, und ihm Sicherheit vermitteln. Auch siehst du, wie sich dein Kind in der für es fremden Umgebung verhält und wie es sich fühlt.
Wenn dein Kind mit der neuen Herausforderung nicht zurechtkommt, solltest du zunächst noch einen anderen Kindergarten ausprobieren, denn manchmal stimmt einfach die Chemie nicht. Seien es die Erzieherinnen, die anderen Kinder oder die Räumlichkeiten – dein Kind fühlt sich nicht wohl, und das solltest du akzeptieren. Wenn auch in einem zweiten oder gar dritten Kindergarten Probleme auftauchen, und dein Kind sich mit Händen und Füßen wehrt, dann solltest du ihm noch etwas mehr Zeit geben. Vielleicht ist es einfach noch nicht so weit, dich loszulassen. Ein paar Monate später kann alles ganz anders sein.