Windelhersteller umwerben ihre Kundschaft mit immer ausgefeilteren Systemen, was Saugkraft und Passform betrifft. Was die angebotenen High-Tech-Windeln leisten und was Eltern dafür berappen müssen, hat sich das Verbrauchermagazin "Konsument" für seine März-Ausgabe angesehen. Fazit des Qualitätschecks: Markenprodukte liegen an der Spitze. Aber auch preiswertes hält gut trocken.
Die besten Ergebnisse im "Konsument"-Test erzielendie Marktführer: Die Produkte von "Pampers" und "Fixies"halten allesamt schön trocken, erweisen sich als wirklichhautverträglich und sind einfach zu handhaben. So viel Qualitäthat allerdings auch ihren Preis: Die Testsieger sind mit 30 bzw.28 Cent auch die teuersten. Das geht über die Jahre ganzschön ins Geld: Rund 4.500 Windeln verbraucht ein Kind, bises "sauber" ist - das macht rund 1.350 Euro.
Tester auch bei Eigenmarken zufrieden Sparpotenzial und gleichzeitig gute Ergebnisse bietendagegen die Eigenmarken der Handelsketten. Zwar kommen die Produktevon "dm", "Lidl" und "Plus" - "Hofer" war im Test nicht dabei- nicht an die Spitze heran, insgesamt sind die Tester aber durchauszufrieden. Anlass für Mängel war allerdings öfterdie Passform oder die zu geringe Haltbarkeit der Verschlüsse.
Die relativ neuen Windelslips erleichtern Elterndas Windelwechseln - man zieht sie einfach wie ein Höschenüber. Dieser Komfort ist allerdings mit rund 33 Cent proStück noch kostspieliger als die teuerste Babywindel. Zudemsaugen sie weniger gut als herkömmliche Produkte - sie sindeher dafür gedacht, das Gefühl der Kinder zu trainieren,wann sie "müssen". "Konsument": Solche High-Tech-Erfindungensind nicht wirklich sinnvoll, denn die Kinder entwickeln ab einembestimmten Alter ganz von selbst das Bedürfnis, "richtig"aufs Klo zu gehen.
Auch die atmungsaktivste Windel behindert die Hautatmung- sonst könnte sie ja nicht dicht halten. Um Hautreizungenzu vermeiden, sollten Babys deshalb so oft wie möglich "untenohne" strampeln und krabbeln, rät das Verbrauchermagazin.
"Konsument"-Tipp: Untertags genügt eine preiswerteWindel. Öfter wickeln hält den Popo der Kleinen gesund.Für die Nacht am besten zu einem teuren Produkt greifen.Das garantiert ruhigere Nächte und weniger feuchte Schlafanzügeund Bettwäsche.
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