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20.06.2013 - 10:01

YouTube kooperiert mit britischer Musikindustrie

01.09.2007, 20:02
YouTube kooperiert mit britischer Musikindustrie
YouTube und die britische Musikindustrie werden künftig zusammenarbeiten. Der Videoplattform- Betreiber Google hat mit der MCPS- PRS Alliance, jener Gesellschaft, die in Großbritannien für das Einheben von Lizenzgebühren zuständig ist, eine Kooperation vereinbart. In Zukunft sollen über 50.000 Künstler und Komponisten, deren Musik in Videos auf der britischen Version von YouTube zu hören ist, dafür bezahlt werden. Insgesamt umfasst die Vereinbarung mehr als zehn Millionen Musiktitel, die nun legal auf der Plattform benutzt werden dürfen.

Wie hoch die einzelnen Gebühren sind, die Google für die lizenzierte Musik an die Musikindustrie auf den Tisch legt, wurde nicht bekannt gegeben. „Das ist die erste umfassende Kooperation“, sagt Steve Porter, Chief Executive bei der MCPS- PRS, über den Deal. Zwar habe es in den USA bereits ähnliche Vereinbarungen zwischen YouTube und Rechteinhabern gegeben, diese seien aber zumeist nur vorübergehend gewesen.

Neue Plattform "Hulu" soll "YouTube- Killer" werden

Die Bekanntgabe des Deals kam Mittwoch als News Corp und NBC den Namen für ihre neue gemeinsame Videoplattform öffentlich machten. "Hulu" soll mit Content von NBC und Fox Network befüllt werden - darunter populäre Serien wie "Die Simpsons" und "24". Bereits im März hatten die beiden Fernsehsender verlauten lassen, an einem Projekt zu arbeiten, dass zum "YouTube- Killer" werden soll. Beide hatten außerdem lange Kämpfe mit Google ausgetragen, um zu verhindern, dass Clips ihrer Sendungen ohne Freigabe auf YouTube auftauchen.

Komplizierter Geldverteilungsprozess

Im Zuge der Kooperation zwischen YouTube und der britischen Musikindustrie sollen die Einnahmen nun ähnlich aufgeteilt werden, wie das bei vielen Radio- und Fernsehsendern üblich ist. Die MCPS- PRS bekommt zunächst das Geld und entscheidet dann, wie die Einnahmen an die einzelnen Mitglieder weitergegeben werden. Die Verteilung orientiert sich danach, welche Musik auf der Videoseite gespielt wurde. Dazu soll gemeinsam mit YouTube ein Programm auf der Plattform integriert werden, das registriert, welche Musik in den Videos zum Einsatz kam. Da nicht alle Millionen von Videos kontrolliert werden könnten, wolle man sich auf die fünf bis zehn Prozent der meistgeschauten Videos konzentrieren und danach hochrechnen. (pte)

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