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24.11.2014 - 12:56

Verschmelzung von Mensch und Technik "nächster Schritt"

07.05.2012, 11:29
Verschmelzung von Mensch und Technik "nächster Schritt" (Bild: thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik)
Foto: thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik
Die Verschmelzung von Mensch und Technik ist "der nächste logische Schritt". Zu diesem Schluss kommt zumindest das Technologieberatungsunternehmen Booz Allen Hamilton, das sich im Auftrag des US- Chipherstellers Intel mit der Frage nach der Zukunft mobiler Technologie befasst hat. In einem entsprechenden Weißbuch beschreiben die Autoren, welche Vorteile die Verbindung des menschlichen Körpers mit Geräten mit sich bringen könne.

"Mit voranschreitender Konvergenz bei Gerätetypen, Funktionen und Fähigkeiten wird die direkte Verbindung mobiler Technologien in den menschlichen Körper der nächste logische Schritt", schreiben die Berater von Booz Allen Hamilton. Durch das Einpassen der Rechenleistung und Fähigkeiten mobiler Geräte etwa in unser biologisches Gehirn könne dieses mittels eines digitalen Gegenstücks exponentiell erweitert werden, heißt es weiter.

Sobald Gedanken nahtlos in die Cloud und Daten in Echtzeit auf das Sehfeld übertragen würden, verwandelten sich Körper und Geist in Geräte mit allen damit verbundenen Vorteilen, beschreiben die Autoren ihre Zukunftsvision. Der direkte Draht ins Internet könnte laut CNN- Redakteur David Goldmann  bedeuten, dass wir in Zukunft nie wieder einen Namen oder einen Termin vergessen müssten. Auch der Besuch beim Arzt werde überflüssig – schließlich würden Gesundheitsdaten ständig überwacht und ausgewertet.

Viele Technologien bereits in der Entwicklung

Was andere als bloße Science- Fiction abtun mögen, erscheint für Goldmann alles andere als unwahrscheinlich. Viele benötigte Technologien befänden sich schon heute in der Entwicklung, schreibt Goldmann und verweist etwa auf Microsofts kommendes Betriebssystem Windows 8, das plattformübergreifend funktionieren soll, oder IBMs künstliche Intelligenz Watson, die in der Lage sei, menschliche Sprache zu "verstehen". Für Smartphones und Kameras sei es zudem schon heute selbstverständlich, Gesichter zu erkennen, und mit "Google Glasses" arbeite unter anderem der Suchmaschinenkonzern Google an tragbaren Computern.

Viele ungeklärte Fragen

Gefahren sieht Goldmann allerdings beim Thema Datenschutz. Schon jetzt bereite dieser Nutzern sozialer Netzwerke wie Facebook große Probleme. Sollte der Mensch erst in der Lage sein, alles Gesehene und Gehörte aufzuzeichnen und unmittelbar im Internet zu veröffentlichen, seien die Herausforderungen um ein Vielfaches größer. Außerdem stelle sich die Frage, ob sich die Technik- Mensch- Verbindung zu Sicherheitszwecken noch abschalten lassen, beispielsweise während Prüfungen.

"Zukunft mit jedem Tag glaubwürdiger"

Goldmann zufolge sollten entsprechende Bedenken lieber rechtzeitig beantwortet werden, denn aufzuhalten ist die Entwicklung laut Intel nicht: "Die Zukunft ist niemals sicher. Eine Zukunft, in der Menschen mit mobiler Technologie durchdrungen sind, in der Körper und Gehirn Teil eines Gerätes werden und Leistungsgrenzen verschwinden, wird jedoch mit jedem Tag glaubwürdiger", heißt es in dem Weißbuch abschließend.

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