Moore hatte sich in einem Blogeintrag unter dem Titel "Wir können es besser" zur "Worst Company"-Wahl geäußert. "Es ist die gleiche Abstimmung, die uns letztes Jahr als ein schlimmeres Unternehmen beurteilte als Firmen, die für den größten Ölteppich der Geschichte, die Hypothekenkrise und Bank-Rettungsaktionen, die den Steuerzahler Millionen Dollar gekostet haben, verantwortlich sind", ließ Moore ausrichten.
Kritik an Online-Zwang
Dass EA schon vergangenes Jahr den ungeliebten Titel abräumte, führte er auf die Unterstützung des Unternehmens für das Antipiraterie-Abkommen SOPA und das nach Meinung vieler Spieler missglückte Ende von "Mass Effect 3" (siehe Infobox) zurück. Wie das US-Technikportal "CNET" berichtet, stand der britische Ölgigant BP vergangenes Jahr gar nicht zur Wahl als unbeliebtestes US-Unternehmen, Grund für die Kür von EA sei vor allem die Firmenpolitik, kleine, erfolgreiche Entwickler aufzukaufen und dann Spiele mit niedriger Qualität zu produzieren.
Auch die Exklusivdeals bei populären Sportspielen stießen den "Consumerist"-Lesern schon im vergangenen Jahr sauer auf, stellt das Konsumentenschutz-Magazin klar. Heuer war der völlig missglückte Start des mit Online-Zwang versehenen Städtebau-Spiels "SimCity" (siehe Infobox) ein Hauptgrund für das schlechte Abschneiden im "Worst Company"-Voting.
Auch wenn EA erneut die zweifelhafte Ehre zuteil wurde, zur schlechtesten Firma der USA gewählt zu werden, so nimmt es EA-Manager Moore gelassen. "Jeden Tag spielen und lieben Millionen Menschen auf der Welt unsere Spiele, in Wahrheit Hunderte Millionen mehr, als in diesem Wettbewerb ihre Stimme abgeben", schrieb er schon vor Ende der Votingphase im Blogeintrag.
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