Seit der Übernahme durch Rhapsody 2011 verfüge Napster über eine deutlich bessere technologische Plattform. "Die Technologie muss aber auch weiterentwickelt werden", sagte Schliesche. So wolle Napster künftig auch die Autos erobern. Zum Start in den weiteren Ländern am Dienstag kooperiert Napster mit dem Audiospezialisten Sonos, dessen Neukunden für drei Monate einen Gratis-Zugang zum Streamingdienst bekommen.
"Streamingdienste haben derzeit bessere Wachstumsraten als Angebote mit À-la-carte-Downloads", sagte Schliesche. Erstere verzeichneten im Vorjahr in Österreich einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro - mit 50 Prozent Zuwachs das am stärksten wachsende Einzelsegment auf dem heimischen Musikmarkt.
Napster bietet seinen Kunden nun für 9,95 Euro pro Monat unlimitierten Zugriff auf über 20 Millionen Songs, sowohl on- als auch offline. Der Dienst steht für iOS- sowie Android-Geräte zur Verfügung. Für eine beschränkte Zeit können Interessierte das Angebot einer Mitteilung zufolge 30 Tage lang kostenlos testen.
Der Name Napster flößte der Musikindustrie einst Angst ein: In den 90er-Jahren hatte Napster als erste große Tauschplattform für MP3s zeitweise mehr als 60 Millionen Nutzer. Klagen der Musikindustrie ließen Napster jedoch 2001 verstummen. Die Software-Firma Roxio setzte unter dem Namen später einen legalen Abo-Dienst auf, der 2008 für rund 120 Millionen Dollar von der amerikanischen Elektronikkette Best Buy übernommen wurde, ehe die Marke drei Jahre später an Rhapsody wechselte.
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