"Wir wollen Spotify die Stirn bieten", sagte Uhlitzsch der dpa. Mit einem "360-Grad-Service" tritt Ampya gegen etablierte Streamingdienste wie Napster, Spotify oder Simfy an. Zwei Jahre hätten rund 60 Software-Ingenieure und über 20 Redakteure an der Entwicklung der Plattform gearbeitet, sagte Uhlitzsch. Napster hatte erst vor knapp einer Woche bekannt gegeben, seine Präsenz in Europa massiv auszubauen.
Ampya will als Komplettangebot für Musikliebhaber alles aus einer Hand bieten. Die Redaktion berichtet tagesaktuell aus der Musikwelt. Der Nutzer erhält auf Basis dessen, was er hört, personalisierte Musikempfehlungen. Als einziger Streamingdienst biete Ampya zudem auch Musik-Clips, betonte Uhlitzsch. Eine Verknüpfung mit sozialen Netzwerken wie Facebook ist ebenfalls möglich. Mithilfe des "Music Player" können Nutzer außerdem ihre eigenen Playlists anlegen.
Neben einem werbefinanzierten kostenlosen Service steht Ampya für monatlich 4,99 Euro auch ohne Werbung zur Verfügung. Wer den Dienst darüber hinaus auch offline und auf anderen mobilen Geräten nutzen will, muss 9,99 Euro zahlen. Derzeit ist der Musikdienst in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar, wobei aufgrund länderspezifischer Lizenzbeschränkungen jeweils unterschiedliche Songs zum Streaming bereitstehen.
Mit Musik- und Castingshows ist ProSiebenSat.1 bereits seit geraumer Zeit im Musikgeschäft unterwegs. Mit Starwatch Entertainment nennt die Gruppe auch ein Musiklabel ihr Eigen, das im vergangenen Jahr in Deutschland auf dem vierten Platz hinter den Großen der Branche rangierte. Mit MyVideo betreibt die Sendergruppe zudem eine Entertainment-Plattform, die neben TV-Serien auch mehr als 50.000 Musikvideos anbietet und nach Angaben des Unternehmens 7,3 Millionen Nutzer zählt.
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