FindZebra heißt die von der Technischen Universität Dänemark in Lyngby entwickelte Suche, die sich auf das Auffinden von sogenannten seltenen Krankheiten spezialisiert hat, also jene Erkrankungen, von der laut EU-Definition "nicht mehr als fünf von zehntausend Personen betroffen sind". Diese Krankheiten zu erkennen, ist dementsprechend schwer. Laut der Patientenorganisation EURORDIS muss ein Viertel der von seltenen Krankheiten Betroffenen zwischen fünf und 30 Jahre auf eine richtige Diagnose warten.
Einem Bericht des britischen "Telegraph" zufolge soll FindZebra diese Wartezeit nun verkürzen, indem die Internetsuche Ärzten dabei hilft, durch entsprechende Eingabe der Symptome des Patienten schnell an relevante Informationen zu den infrage kommenden Krankheiten zu gelangen. Angaben der Website zufolge durchforstet die Suche zu diesem Zweck mehr als 31.000 indexierte Fachartikel aus zehn verschiedenen Quellen.
Im Gegensatz zur Suche mit Google soll FindZebra dadurch wesentlich schneller "signifikant bessere" Ergebnisse liefern, wie die Entwickler betonen. In Tests sei es der Spezialsuche demnach in zwei Drittel der Fälle gelungen, seltene Krankheiten anhand der eingebebenen Symptome richtig zu diagnostizieren, Google hingegen nur in einem Drittel der Fälle.
Für den Laien ist die Suche übrigens nicht gedacht, wie die Macher ausdrücklich betonen. "FindZebra sollte nur von medizinischem Fachpersonal verwendet werden", heißt es auf der Website. Obwohl die indexierten Artikel von medizinischen Fachleuten geschrieben oder von Ärztekammern geprüft worden sein, sollten Patienten bei Beschwerden dringend ihren Hausarzt konsultieren. FindZebra sei kein Ersatz für professionelle medizinische Versorgung.
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