In der repräsentativen Studie wurden die Personen befragt, ob sie digitale Güter unautorisiert downloaden würden, falls sich dazu die Gelegenheit ergäbe. Moralische Bedenken waren demnach nur bei jenen Nutzern im Spiel, die angaben, Gelegenheiten zum Filesharing nicht zu nutzen.
Insgesamt würden die Konsequenzen für illegales Downloaden als "gering und unwahrscheinlich eingeschätzt", so die WU in einer Aussendung. Filesharing werde deshalb auch nicht als moralisches Problem gesehen.
Den Ausschlag, ob etwas als moralisch definiert werde oder nicht, gebe die Übereinstimmung in der sozialen Gruppe zum Thema. Gerade jene Nutzer, die mit den technologischen Neuerungen von klein auf vertraut seien (die sogenannten "digital natives"), würden jedoch "regelrecht Anspruch auf Gratisinhalte aus dem Internet" erheben.
Dies könne sich auf künftige Geschäftsmodelle insofern auswirken, als die Bereitschaft der Konsumenten, Bezahlmodelle anzunehmen, entsprechend gering einzustufen ist, so das Fazit der Studie, die von der WU in Kooperation mit Kollegen aus Großbritannien, Italien, Slowenien und Schweden durchgeführt wurde.