Michelle Obama neue First Lady des Spams

27.01.2009, 10:14
Michelle Obama neue First Lady des Spams (Bild: EPA)
Foto: EPA
Viele Spam- Mails locken nicht mit Viagra und Sexbildern, sondern mit Klatsch und Tratsch passend zu bekannten Prominenten. Im Dezember haben Angelina Jolie, Paris Hilton und Britney Spears den roten Teppich für Michelle Obama ausgerollt: Die neue First Lady gilt ab sofort auch bei den Spam- Versendern als erste Adresse, wenn es darum geht, Spam an den Mann oder die Frau zu bringen. Dies geht aus einer aktuellen Analyse des Sicherheitsunternehmens SPAMfighter hervor.

1,4 Millionen Spam- E-Mails nahmen die Spam- Experten für ihre Untersuchung im Dezember unter die Lupe. Dabei zeigte sich deutlich, dass die bisherigen "IT Girls" der Spam- Versender einen prominenten Zuwachs bekommen haben. Wurden bislang schon viele Spam- Mails verschickt, die mit vermeintlichen Gossip- Informationen und freizügigen Fotos passend zu Britney Spears, Paris Hilton und Angelina Jolie zum Klicken durch die Empfänger verführten, so gehört ab sofort die neue US- First Lady Michelle Obama mit zu den besonders häufig verwendeten Namen. Nicht nur das: Die First Lady führt die Liste der IT- Girls ab sofort mit 1.955 Spam- Mails sogar an und verweist damit Britney Spears (468 Spam- Mails) und Paris Hilton (368 Spam- Mails) auf die Plätze. Angelina Jolie landet mit 195 Spam- Mails im untersuchten Zeitraum auf Rang vier.

Das Interesse der Spammer an den Obamas wächst

Aber nicht nur Michelle Obama wird von den Spam- Versendern gezielt für ihre illegalen Zwecke eingesetzt. Auch das extreme Interesse an ihrem Mann wird entsprechend von den Spammern zweckentfremdet. So konnten alleine im Dezember 7.186 Spam- Mails im Test- Pool entdeckt werden, die sich ganz auf das Topic "Barack Obama" spezialisiert haben. SPAMfighter geht davon aus, dass dieser Anteil noch stetig wachsen wird, da auch das weltweite Interesse am neuen US- Präsidenten täglich weiter zunimmt. "Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Nach der Aufnahme der Regierungsgeschäfte wird es in diesem Jahr noch deutlich mehr Obama- bezogenen Spam geben als noch im Dezember vor dem Amtseid", sagt Unternehmensmitgründer Martin Thorborg.

"Es ist wichtig, dass wir alle Hand in Hand arbeiten"

Sein Tipp: "E- Mail- Anwender können den Spammern ein Schnippchen schlagen, aber sie müssen aufpassen. Die Anwender sollten Nachrichten und Klatsch zu Michelle Obama und anderen Celebrities lieber auf bekannten Websites oder in seriösen Blogs nachlesen als das Risiko eingehen, eine Mail von einem unbekannten Versender zu öffnen. Wer eine Spam- Mail öffnet und anklickt, teilt dem Versender auf diese Weise nur mit, dass die eigene E- Mail- Adresse tatsächlich funktioniert. Sie gewinnt dadurch an Wert und wird noch exzessiver weiterverkauft. Das führt dazu, dass man nur noch mehr Spam- Mails erhält. Es ist wichtig, dass wir alle Hand in Hand arbeiten, um Spammer in ihre Schranken zu verweisen."

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