Zwischen 2006 und 2010 soll Breivik insgesamt 8.700 Stunden, das heißt fast ein Jahr, vor dem Computer verbracht haben. Dies soll Breivik bei Verhören angegeben haben - in der Zeit habe er seine Terroranschläge geplant, behauptet der Massenmörder.
Die Polizei ist jedoch anderer Ansicht. Ihren Ermittlungen zufolge habe Breivik allein von November 2010 bis Februar 2011 500 Stunden "WoW" gespielt, so die Zeitung. Auch mit anderen Spielen wie "Modern Warfare", "The Elder Scrolls", "Dragon Age" und "Warhammer" soll er viel Zeit verbracht haben - bis zu zwölf Stunden pro Tag habe er gespielt, heißt es aus Ermittlerkreisen. Man könne dieses exzessive Spielen als Sucht bezeichnen, so Psychiater Hans Olav Fekjaer gegenüber "Aftenposten".
Laut Zeitung versucht die norwegische Polizei nun herauszufinden, mit wem Breivik gespielt hat oder ob er jemanden bezahlt hat, in seinem Namen zu spielen. Er soll über ein Chatprogramm mit anderen Spielern kommuniziert haben, die Ermittler erhoffen sich darüber nun Aufschlüsse. Auch der mittlerweile geschlossene Facebook-Zugang Breiviks soll untersucht werden - insbesondere die Kontakte des Attentäters könnten Hinweise geben, ob Breivik Hilfe bei der Planung des Bombenanschlags in Oslo und des anschließenden Massakers auf der Insel Utöja hatte.
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