"Das geht weit über Yahoo hinaus", sagte Marcus Carey des Sicherheitsunternehmens Rapid7. "Wir gehen davon aus, dass Zehntausende Nutzer anderer Dienstleistungen in eine schwierige Lage gebracht werden könnten." Dies gehe auch einem im Internet veröffentlichten Datensatz hervor.
Yahoo entschuldigte sich für den Vorfall und erklärte, Hacker hätten eine Sicherheitslücke im Computersystem des Konzerns ausgenutzt. Die auf einem Server des Konzerns gespeicherten Passwörter und Benutzernamen seien von einer Hackergruppe namens D33DS geknackt und im Internet veröffentlicht worden.
Angeblich noble Intentionen der Hacker
Der oder die Hacker ließen im Netz wissen, man wolle lediglich auf Sicherheitslücken bei Yahoo aufmerksam machen, die man nicht leichtfertig abtun sollte. Die Daten sollen vom sogenannten Contributor Network des Konzerns stammen, über das Nutzer für geschriebene Beiträge und Leserzahlen bezahlt werden. Ob allerdings auch andere Yahoo-Services gehackt wurden, ist unklar - mehrfach wird berichtet, der Voice-over-IP-Dienst Yahoo Voices sei gehackt worden.
Passwortänderung anzuraten
Welche anderen Unternehmen von dem Datendiebstahl betroffen sind, wollte der Konzern auf Anfrage nicht sagen. Google, AOL und Microsoft waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Yahoo sicherte zu, die Sicherheitslücke zu schließen. Nutzer sollten dennoch vorsorglich ihre Passwörter ändern - wenn diese auch bei anderen Online-Diensten zum Einsatz kommen, sollten sie auch dort getauscht werden.
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