Das Gerät, das gegen das iPad von Apple nicht ankam, war zum Beispiel im Abverkauf im deutschen HP- Webshop statt für 530 Euro aufwärts mit 16 Gigabyte Speicher für nur 99 Euro erhältlich, die 32- GB- Version für 129 Euro, und wer 179 Euro ausgab, erhielt 64 GB.
Der Andrang war enorm, die Server des deutschen HP- Shops brachen unter dem Ansturm zusammen, und zahlreiche Kunden blieben erfolglos. Nicht nur das sorgte für Ärger, auch die Tatsache, dass Besteller mehrere Geräte kaufen konnten, stieß auf wenig Gegenliebe - schließlich konnten so Wiederverkäufer Privatkunden zahlreiche der besonders günstigen Exemplare vor der Nase wegschnappen.
HP selbst wurde vom Erfolg der Preisreduktion offenbar überrascht. "Die Geschwindigkeit, mit der es aus den Lagern verschwand, war erstaunlich", sagte eine Hewlett- Packard- Sprecherin. Der Konzern habe sich deshalb entschlossen, noch eine letze Runde zu produzieren, um alle Kundenwünsche zu erfüllen. Wie viel Stück noch hergestellt werden, konnte die Sprecherin nicht sagen. Das TouchPad soll in einigen Wochen fertig sein - ob es auch in Österreich oder Deutschland verfügbar sein wird, ist nicht bekannt.
Gegenüber "CNET" kündigte ein HP- Sprecher an, es werde ein Update für das Betriebssystem WebOS des TouchPad geben, das vielfältigere Funktionen und einen größeren App- Katalog mit sich bringen werde. Worum es sich dabei handelt und wann das Update erhältlich sein wird, ist jedoch nicht bekannt.
Apotheker hatte vor zwei Wochen überraschend einen Radikalumbau des US- Konzerns angekündigt und dabei auch das schwächelnde PC- Geschäft zur Disposition gestellt. Der Chef der PC- Sparte, Todd Bradley, hatte bereits am Dienstag angedeutet, dass der Rückzug aus dem Tablet- Geschäft nicht endgültig sein muss. Es sei ein wichtiges Marktsegment.