Mit Chrome habe man einen Browser für Menschen entwickelt, die mit Hilfe des Webs nach Informationen suchen, E-Mails checken, sich informieren, shoppen oder mit Freunden in Kontakt stehen wollen, schreiben Produktmanager Sundar Pichai und Linus Upson, Engineering Director bei Google, im offiziellen Firmenblog. Die Betriebssysteme, auf denen der Browser zum Einsatz kommt, seien jedoch in einer Zeit entwickelt worden, in der es noch kein Internet gegeben habe.
"Natürliche Erweiterung" des Chrome-Browsers
Chrome OS sei daher nun "die natürliche Erweiterung" des Google-Browsers und zeichne sich durch Geschwindigkeit, Einfachheit und vor allem ein hohes Maß an Sicherheit aus. Dafür sei man zurück zu den Grundlagen gegangen und habe die Sicherheitsmechanismen des Betriebssystems komplett neu gestaltet. Der Nutzer solle nichts mehr mit Viren, Malware und Sicherheits-Updates zu tun haben, heißt es in der Ankündigung. Das Betriebssystem solle "einfach funktionieren".
Rückmeldungen von den Nutzern hätten gezeigt, dass "Computer besser werden müssen. Die Menschen wollen nicht länger darauf warten, bis ihre Rechner gebootet haben, damit sie ihre Mails lesen können." Noch viel wichtiger sei Google zufolge jedoch: Die Nutzer wollen nicht Stunden damit verbringen, ihren Computer mit jeder neuen Hardware erneut konfigurieren zu müssen oder sich um regelmäßige Software-Updates zu kümmern. Wären die Menschen mit ihrem Computer zufrieden, würde auch Google durch eine gesteigerte Internetnutzung davon profitieren, heißt es weiter.
Software als Web-Anwendungen
Damit auch möglichst viele Menschen in den Genuss des Google-Betriebssystems kommen, soll dieses unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden und somit für Software-Entwickler frei zugänglich sein. Laufen soll das neue Betriebssystem sowohl auf ARM-Prozessoren als auch auf Rechnern mit X86-Architektur; ein Linux-Kernel bildet die Basis für ein neues Fenstersystem. Software für Chrome OS sei schlicht Software, die im Browser laufe, wodurch die Programme autoamtisch auch auf anderen Plattformen einsetzbar seien.
Vom Netbook bis zum Desktop-Rechner
Im Gegensatz zum bereits existierenden Betriebssystem Android, das vor allem für kleine mobile Geräte wie Handys oder Netbooks konzipiert wurde, soll Google Chrome OS grundsätzlich für alle Geräte – vom Netbook bis zum Desktop-Rechner – geeignet sein. Zunächst einmal, Google nennt die zweite Jahreshälfte 2010 als Datum, sollen aber Netbooks mit dem Betriebssystem bestückt werden. Bis dahin sei allerdings noch viel zu tun, schreiben die Google-Mitarbeiter. Man hoffe daher auf Hilfe aus der Open-Source-Community, für die man den Code des Betriebssystems noch im Laufe des Jahres publik machen möchte. Mehr Details will Google dann im Herbst veröffentlichen.
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