Zugleich stagnierte der Absatz von Mobiltelefonen im vergangenen Jahr insgesamt, weil die Menschen ihre einfachen Handys nahezu genauso schnell fallen ließen, wie Smartphones nachrückten. Der Absatz aller Mobiltelefone sank 2012 laut IDC um 0,2 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Geräte. Die Smartphone- Verkäufe rückten dabei um 10,1 Prozent auf 545,2 Millionen vor.
Im Schlussquartal beschleunigte sich der Trend zum Smartphone noch. Der Absatz der Computerhandys sprang im Jahresvergleich um über 36 Prozent auf 219,4 Millionen hoch.
Samsung baute im vergangenen Jahr seine Führung als weltgrößter Handyhersteller aus. Im vierten Quartal kam fast jedes vierte weltweit verkaufte Mobiltelefon (23 Prozent) von den Südkoreanern. Der langjährige Marktführer Nokia liegt mit knapp 18 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Apple mit rund zehn Prozent. Bei Nokia machen allerdings die weniger lukrativen einfachen Handys nach wie vor den Großteil des Geschäfts aus. Apple hingegen hat gar keine einfachen "Feature Phones" im Programm.
Die aktuellen Zahlen zeigen auch die wachsende Stärke der chinesischen Hersteller Huawei und ZTE. So ist Huawei die Nummer drei im Smartphone- Geschäft mit einem Marktanteil von 4,9 Prozent, ZTE liegt mit 4,3 Prozent dicht hinter Sony auf Platz fünf. Sie überholten damit etablierte Rivalen wie LG oder HTC. Auch im gesamten Handymarkt sind die Chinesen inzwischen unter den Top Five. ZTE kam hier mit 3,6 Prozent Marktanteil auf den vierten Rang, vor Huawei mit 3,3 Prozent.