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Eine Chronologie der Hacker-Angriffe in Österreich

05.10.2011, 10:01
Eine Chronologie der Hacker-Angriffe in Österreich (Bild: pastehtml.com)
Foto: pastehtml.com
Auch in Österreich ist Anonymous aktiv. Hierzulande richten sich die Proteste des Hackerkollektivs unter anderem gegen die im April 2012 in Kraft tretende Vorratsdatenspeicherung. Die Hacktivisten orten ein großes Missbrauchsrisiko. Eine Chronologie der Anonymous- Aktionen in der Alpenrepublik:

1. Juli 2011: Die Internetseiten der SPÖ und FPÖ werden gehackt. Statt der Startseite der Sozialdemokratischen Partei Österreichs ist das Logo von Anonymous zu sehen. Die Beschädigung der Seite macht teils eine Neuprogrammierung notwendig. Benutzerdaten werden gekapert. Auch die Seite der Freiheitlichen ist nicht erreichbar.

11. Juli 2011: Die FPÖ- Seite wird erneut von Hackern gekapert. Auf der Startseite ist ein geflügeltes Pony zu sehen, unter dem "Pwned" (Kurzform von "pawned", zu Deutsch "erwischt") steht.

22. Juli 2011: Diesmal werden die Seiten des Gebühren Info Service gehackt. Auf der Startseite der GIS ist das Logo von Anonymous sowie ein blaues Pony zu finden. Außerdem publiziert Anonymous einen "kleinen Auszug" privater Adressen inklusive Geburtsdaten von ORF- Gebührenzahlern aus den Reihen der Polizei und des Innenministeriums. Insgesamt kommen 214.000 Datensätze abhanden, darunter 96.000 mit Konten- Daten.

28. Juli 2011: Auch die Grünen sind nun Opfer der Hacker. Diese verschaffen sich Zugriff auf 13.000 Login- Daten sowie die Daten von Unterstützern öffentlich zugänglicher Online- Petitionen. Allerdings distanziert sich der Anonymous- Ableger AnonAustria von der Attacke.

26. September 2011: AnonAustria stellt die Daten von rund 25.000 Polizisten ins Netz. Laut dem Innenministerium stammen diese von einem polizeinahen Verein. AnonAustria behauptet via Twitter, dass die Informationen den Hackern "zugespielt" wurden.

28. September 2011: Die Web- Rebellen veröffentlichen die Daten von bei der Tiroler Gebietskrankenkasse versicherten Personen. Unter den Betroffenen sind Schlagersänger Hansi Hinterseer, Schauspieler Tobias Moretti und Skifahrerin Nicole Hosp. AnonAustria betont, das Material - angeblich handelt es sich um rund 600.000 Daten - nicht durch einen Hack erhalten zu haben. Man sei "zufällig darüber gestolpert".

4. Oktober 2011: Das Bundesrechenzentrum muss zugeben, in der Nacht vom 29. auf den 30. September Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein. Namen und Adressen von rund 3.000 Kunden im Bereich Wirtschaftsservice sollen bei dem Hack eines Webservers gestohlen worden sein.

4. Oktober 2011: AnonAustria stellt 6.200 Kundendaten der Wirtschaftskammer Österreich ins Internet, die beim Hack eines Servers gestohlen wurden. Es dürfte sich um eine Datenbank des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder handeln. Sensible Daten sollen sich nicht darunter befinden.

AG/red
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